Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bruno Bauer und die Juden [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 370 (sequence 46)
- Language
- German
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37Ü Recensronen. Am Judenthlime halten wir fest, wie es wirklich ist, sagen vre Emen, denn eures ist ein lügnerisches) das Judenthum bleibe, was es ist und was es seinem Wesen nach sein muß, sagen die Andern, ist es nicht Wahrheit, so verlaßt es, aber wollt es nicht mischen und nicht zersetzen. Wir wollen hier von alten Seltsamkeiten absehen, die mehre dieser Parteien in dem Bestreben einigt, den Juden die freie innere und äußere Entwickelung» nicht gestatten zu wollen) blos die. Frage, ob die Bemühungen für den Fortschritt innerhalb' des Judenthums stehen oder nicht, beschäftige uns. Wir wollen Baller nicht wiederholt fragen,7 ob er denn wirklich nicht so viel Vertrauen zum Geiste hat, dessen, nach seiner Meinung, zerstörendes Einbrechen Ln das Judenthum er mm selbst eiugesteht, daß er es -endlich auch ganz zertrümmern werde) jedcufalls wäre doch diese Zertrümmerung weit besser in der freien Lage' möglich, wo alle Kräfte sich ungehemmt entfalten können, als unter äußerem Drucke. Wir haben übrigens auf diesen Klein muth Bauer's, der Fessel und Kerker zu seiner Hülfe ruft, schon aufmerksam gemacht. Auch den Männern, welche uns blos die Wahl lassen möchten, entweder mittelalterliche Juden und dann gekränkt, in den Rechten des Bürgers, oder Christen zu sein, hätten wir noch manche Begründung abzufordern. Ist das Judenthum, und das heißt euch lediglich das erstarrte mittelalterliche, wirklich schlecht, so daß ihr es mit Strafen belegen müßt, warum wollt ihr seine. Auflösung nicht gestatten? Ist die Form, in die es sich auflöst, nicht die rechte,, belegt auch sie, nach eurem politischem Bewußtsein, das nur eine vollberechtigte Form anerkennen will, gleichfalls mit Strafen, aber der Feind ist doch jedenfalls, gerade weil ohne historischen Halt, dann doch so kein hartnäckiger und wird bald der. Macht des Staates weichen. Ist das Christenthmn wirklichder einzige Grund, der gelegt ist, führt die ganze Weltgeschichte uothivendig zu seiner allgemeinen Aner^- kennung,. ist sein Geist der Herrscher, der Alle trotzheftigem Widerstreben unter sich beugt: warum wollt ihr gerade gegen die Umwandlungen', und bunten Gestaltungen, die sein Gegner riothge? drungen annchmen muß, weil er ihm noch, immer sich nicht unterwerfen will, als. Schergen austretrn, da sie doch, nach eurer Zkr-stcht, zm' Annäherung treiben müßten? Wir könnten auch die