Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bruno Bauer und die Juden
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 199 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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-199!V. Bruno Bauer und die ZudtN. 'IV. Bruno Bauer und die Juden. Mit Bezug auf dessen Aufsatz: „die Judsnfrage" (Deutsche Jahrbücher M2 Äro. 274 bis 2-8L). Erster Artikel. (§s hat etwas Peinliches für mich, gegen einen Mann und, gegen ein Blatt anstreten zu müssen^ deren Tendenzen verfehmt worden. So fern ich diesen Tendenzen stehe, so halte ich es doch einem Ehrenmanne nicht wohlanstehend, dem niit Recht oder Unrecht Verfolgten, in die Acht Erklärten noch einen Stein nachzuwerfen, und gern möchte ich selbst den Schein vermeiden, als gehörte ich in die Klasse derer, welche erst dann den leichten aber beschimpfenden Kampf anfnehmen, wenn der Gegner bereits durch die Uebermacht als erdrückt erscheint. Ich halte es für die charakteristischste Eigenschaft' des ächten Liberalismus — und diesem anzugehören, und nur die Anmaßungen eines „falschen, schlechten, hohlen" abzuwehren ist-ja heutzutage fast eines Jeden Borg eben —, den geschwächten Gegner, den Gebeugten mit Nachsicht und Schonung zu behandeln, ja ihm gegen materielle Mißhandlung beizustehen in demselben Augenblicke, 'da man seinen Jrrthümern und Übergriffen kühn und rücksichtslos mtgegentritt; ich. möchte daher ans diesem Grunde wünschen, Herr Bauer sei Professor der Antitheologie, in die er die Theologie zu verwandeln beflissen ist, und die deutschen Jahrbücher dürsten neben Anderem auch ihre Selbstvergötterung und ihren Vernunftterrorismus fortsetzen, so daß ein ehrenvoller Kampf zwischen uns eiutreten könnte. Allein mögen immerhin Herr Bauer und die deutschen Jahrbücher im Augenblicke zu den Schwachen gehören: diejenigen,- welche ich ihnen gegenüber vertreten will, sind noch immer weit schwächer, das heißt in der äußern, wenn auch nicht m innerer Berechtigung, und mögen jene in gewissen Anforderungen der Macht des Bestehenden unterlegen sein, uns gegenüber, bilden sie nur eine Fraction der Vertreter des Stillstandes. Dieser Fraktion trete ich entgegen, wie sie dem alten Rost neuen Glanz zu verleihen