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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1844-01-01 · Heft 1 · p. Seite 122

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1844
Issue
Heft 1
Article
Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
Date
1844-01-01
Page
Seite 122 (sequence 41)
Language
German
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122 Recensionen. zu Bare, am Sabbathe Debarimdes I. 63. (August 1305) den Bann verkünden läßt gegen das Studium der Philosophie/ mit Ausnahme der Ärzneikunde, unter 25 Jahren. Ehe noch der Bann in BE ausgesprochen war/waren die Freunde der Philosophie keineswegs gleichgittig gegen, die Geschäftigkeit, welche gegen sie rege war, Vielmehr schlo auch sie sich enger an einander und hielten fest zusammen^ als'der Bann ausgesprochen, aber blos das Gerücht davon nach Montpellier gedrungen war/erachteten sie, daß null auch für sie die Zeit zum Handeln herangekommen sei, und so ergriffen sie denn die Nothwehr, ihrerseits einen Bann zu erlassen gegen Jeden, welcher den Unterricht in der Philoftphie verhindern wolle — was von der Regierung genehmigt ward. Abbamari und seine, Partei wollte diesen Bann zurückhalten, und da sie nicht durchdrängen/so sprachen sie den Gegenbann aus. Nun kam zwar die Bannbulle Nus Bare, nach Montp., bestehend - in drei Schreiben, dem Banne gegen das Studium der Philosophie, einem Rundschreiben darüber an die Gemeinden umd endlich einem Banne gegen die symbolischen Erklärer-und deren Schriften, allein sie fruchtete Nichts. Ein neuer Streit beginnt, welcher Bann giltig sei, ob der von den Freunden der Wissenschaft oder der Gegenbann Abbaiu.'s und seiner Partei) da wird nun von Abbam. Alles aufgeboten/noch den Sieg zu erringen, er schreibt nach allen Orten und Enden, erhält viele Antworten ganz nach seinem Sinne, die zum Theile auch noch ihn überbieten, so z. B. von einem Salomo b. Salomo Nathan aus Veziers*)., der mit großer Naivität unter Andern: in seinem Schreiben sagt, er -habe gehört, Maimonides ,schreibe, daß Aristoteles die Ewigkeit der Welt behaupte, oder auch von Ascher b. Jechiel, der nun in Toledo Schulhaupt geworden war und den Barceloneser Aufruf mit doppeltem- Widerstreben Unterzeichnete, erstens weil er in der Provence viel Gutes genossen, welche Erinnerung aber von dem heiligen Eifer verdrängt wurde, und zweitens weil der Bann sich blos auf die Minderjährigen erstrecke, während er solches Studium ganz und gar verboten wissen wolle, welches Be- *) -Vielleicht Vater des Jehudah b. Sal-my Nathan , vgl. Zunz Ztsch. IV. S. 202 u. 203. '

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