Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Neue Beiträge zur Geschichte des Streites über das Studium der Philosophie in den Jahren 1232 bis 1306 [Rezension]
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 18)
- Language
- German
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Streitschriften über das Studium der Philosophie. 69 schrieb selbst einen philosophischen Kommentar zu Koheleth,- das vor Kurzem erschienene Jikkawu ha-majim, eine Abhandlung, in welcher, nach maimonidischen Grundsätzen physische und metaphysische Fragen besprochen und Schriststellen erläittert werden^) und ein größeres ähnlichen Inhaltes, betitelt: Ner ha-chofesh, das er abep wahrscheinlich nicht vollendete, und das wohl verloren gegangen sein mag'^). Samuel's Schwiegersohn und Schüler, Jakob An-- toli, blühte in der Zeit des ersten Streites, hielt sich aber damals in Neapel aus, übersetzte für stjne gelehrten Freunde in Narbonne und Veziers mehrere philosophische und mathematische Schriften, unterstützt von dem Kaiser Friedrich II., verfaßte zugleich auch einen philosophischen Kommentar zum Pentateuche: Malmad ha- Thalmidim, und eine kurze Einleitung zum Verständnisse philosophischer Werke, betitelt: Nirach Chen""k^). Samuel's Sohn, Moschet), war gleichfalls ein sehr fruchtbarer Übersetzer, er übersetzte von Maimonides medicinische And systematisirende halachische Schriften und außerdem noch vieles Medieinische, Mathematische und Philosophische. Auch Moscheh hatte, einen Sohn, Jehudah, von dem es zwar nicht bekannt ist, daß er sich in philos. Arbeiten ausgezeichnet, dem wir über in unserer Schrift 3 (S. 62 u. 70) — deren Inhalt uns jetzt beschäftigt — als Freund der Philosophie, wenigstens als Vertheidiger der von den Vorfahren eingeschlagenen *) Vgl. ZLsch. IV. S. 413 ff. Eine Stelle daraus, und Zwar o. 11 S. 54, ist bereits bei Bechai b. Ascher zu angeführt, drei Male bei dem Karäer Aharon b. Eliahu in 'Ez Chajiirr.^vgL. in - Delitzsch' und Steinschneiders Ausgabe desselben S. 327 st. 528, und häufig bei Zarzah in Mekor Cbajim.W > Zisch. IV. S. 414; die Stelle in 'Ez Chajim e. 23 S. 51 ist nicht aus diesem Büchlein, wie von dem Herausgeber S. 328 vermuthet wird, sondern aus den Worterklarungen Zum Moreh «nt. 2^. *-**) Vgl. Melo Chofnajim S. 54 ff. Der Malmad ist noch angeführt von Luzzato in Oheb Ger S. 37. Daß Ruach Chen von ihm ist, will Hr. Meklenburg (Orient 1840, Lit.-Bt. 28 S. 440) durchaus nicht zugeben s jedoch wird dies dem unbefangen Prüfenden immer wahrscheinlicher werden. "" " .7*.