Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Aufgabe der Gegenwart
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 35)
- Language
- German
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l. Die Aufgabe der Gegenwart. 35 Leben niederdrückenden Macht. Nun beginnt sich's zu lüsten und zu regen, und wieder schon sollten wir abschließen und fertig sein wollen? Laßt doch den Geist, wie er lebt und kräftig ist im Judenthnme, den Geist der Wahrheit, den Geist, wie er ausgeht von Gott, den Heiligen und Einigen, der uns heiligen und zur Einheit mit Gott und der Menschheit führen soll, laßt ihn, der immer baut und nicht zerstört, höchstens zerstörend baut, laßt ihn doch walten und tretet ihm nicht entgegen mit euren Bauplänen und setzet ihm nicht die Grenzen, bis wieweit er vordringe, laßt ihn walten frei und kräftig, laßt euch von ihm erfüllen und erstarkt an ihm, werdet seine Träger, Zeugen uud Verkünder, wirket'in ihm und mit ihm zur Erfrischung der Erkenntniß und des Lebens, und ihr seid Söhne der Gegenwart, ihr habt sie begriffen, die Aufgabe der Gegenwart. Abrckham Geiger. II. Analekten von vr. Zunz (Forts.). 8. Die Gersoniden. Wie die der jüdischen Literatur zuerkannte Vernachlässigung in allen Momenten der Wissenschaft wie des Lebens, zunächst den Juden, dann dem Fortschritt überhaupt Nachtheil bringt, davon hat das. Jubeljahr 1840 wiederum Zeugniß abgelegt. Dem Vorurtheil verfallen, werden die Juden gemieden, das Jüdische verkannt, beides aus Unwissenheit gehaßt; dann muß ein Zehntheil der europäischen Intelligenz aufstehen, den neun Zehntheilen zum zehnten Male zu beweisen, daß wir kein Mönchsblut trinken. Gilt für uns das Ausnahmegesetz in Damascus, so gilt es nicht minder in der Buchdrücker-Feier: für lügenhafte Anklagen, hat man ein Gedächtnis, aber keins für ehrenhafte Leistungen. Von den den ersten Druckern gespendeten Huldigungen mußten die Juden, das versteht sich, ausgeschlossen werden. Auf der an alten Druckwerken reichen-typographischen Ausstellung in Berlin hat man im October 1840 kein einziges hebräisches Werk gesehen, wiewohl die alte hebräische -Typographie ^bereits, imt-Ot-tober. 1795 von. de Rosse 3*