Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1844
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Aufgabe der Gegenwart
- Date
- 1844-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
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24 I. Die Aufgabe der ^Gegenwart. kend die Meister den Varl anf/<daß^ÄaN! hier erwllebendiges Zeitinteresse und die freudige Regsamkeit des' wissenschaftlichen Geistes nicht derkennen kann. '- Abgefthen nun davon, daß,Äio schon angedeutet, das Geistige sich Hiereine Außerungsweise eröffnet hatte, wie sie in den Praktischen Verhältnissen ihm noch nicht-vergönnt war, und daß ferner eine Theilnahme anderer Art an den Denkmälern des Judenthums und der jüdischen Vergangenheit erweckt und auf diese Weise-die Erhaltung des Lebens -und Der Intelligenz "für die Bestrebungen der Gegenwart vermittelt war, stellte sich noch ein anderer bedeutender Erfolg heraus» Bisher hatte man nämlich in der alten Anschauungsweise noch Ummerdie Vertretung der eigentlich jüdischen Wissenschaft und ' Gelehrsamkeit gefunden) es taugt freilich Nichts mehr, sagten die -Fortgeschrittener!, -aber die Männer sind doch Gelehrte, in ihrer Art jedenfalls Repräsentanten der Wissenschaft. Eine jede andere wiss^ stand ganz abseiten und hatte --damit - keine Berührungspunkte, und die sogenannt wissenschaftlich gebildeten. Rabbiner, das waren eben Männer mit Janusköpfen,' von vorn waren sie Philologen und Philosophen, von hinten waren sie jüdische Theologen, Rabbiner/ -oder sie kehrten's auch nach- Belieben um' Zwar daß die ächten Vertreter der alten Anschammgsweise die Bibel nicht verstanden, wußte man, -doch die Bibel war nun -einmal zurückgedrängt. Allein nun erfuhr man , daß dieselben von demgrößten Th eile der alten Erzeugnisse des jüdischen Geistes gar keine Ahnung haben, sie nicht einmal dem Namen nach > kennen, und in dem Theile, worauf ihre ganze Thätigkeit gerichtet ist, mit der größten Unklarheit und Unkenntniß sich bewegen, daß sie im eigentlichen Sinne des Wortes weder die Bibel noch wen Midrasch, weder den Thalmud noch die Nabbinen verstehen, daß ihnen dieses Alles eine verworrene undurchdringliche Masse ist,- an der sie äußerlich umhertasten, ohne daß sie Wege darin sich bahnen können.' Also weit-entfernt, daß sie-die Vertreter der jüdischen. Wissenschaft blieben, bildete sich eine ganz neue Vertretung derselben, die, wie natürlich, in engem Zusammenhänge mit'der-Wissenschaft im Allgemeinen steht, und statt daß auch Die Fortgeschrittenen früher , immer mehr den Bodendes altherkömmlich jüdischen Wissens vver-