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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 3 · p. Seite 470

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Zeitschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 470 (sequence 12)
Language
German
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47V Nachrichten. repräsentirt. — Jedoch alle diese Ausstellungen werden uns nicht zu einem falschen Artheile über den Werth und den Einfluß dieser Zeitung verleiten; denn die allgemeine Anschauung der gesummten LebenSzustände der Juden an ihren verschiedenen Wohnorten und die Bekanntschaft mit den verschiedenen Bestrebungen erweitert den Blick und fordert zur allseitigen Theilnahme, zum gemeinsamen Zusammenwirken und zur Nachahmung heilsamer Einrichtungen auf. Unterdessen sind auch wieder einige andere periodische Schriften in verschiedenem Sinne unternommen worden. Der „israelitische Mercur, ein Sabbathblatt," von Hrn. Rabbiner O. Maier in Hcchingen, in der Mitte des I. 1837 begonnen und eingegangenist mir niemals zu Gesicht gekommen; die Tendenz war/ so viel ich davon weiß, unklar und näherte sich der des „Füllhorns." „Die Synagoge" Ln der letzten Hälfte des I. 1837 begonnen von Hrn. v. Adler bei Würzburg; in zweimonatlichen Heften, gleichfalls den Zweck des Belehrens und ErbauenS; die Schwierigkeiten für ein solches Blatt sind ungemein groß, und eS ist mir unbekannt, ob dasselbe noch fort erscheint. -- An der Spitze eines ganz neuen Wochenblattes, das mit dem Anfänge des 1.1839 begonnen und wovon bis jetzt zwei Nummern erschienen sind, steht Herr!). Jost Ln Frankfurt a. M. z es fuhrt den Titel: „israelitische Annalen" und erscheint wöchentlich in einem ganzen Bogen (Frankfurt a. M., Sauerländer). Wie es scheint, soll das Blatt die Mitte halten zwischen einer Zeitung und einer Zeitschrift, und auch in der Tendenz scheint eine gewisse Vermittlung beabsichtigt zu werden. Jedoch muß das Unternehme erst gehörig inSLcbcn treten, ehe über dessen Standpunkt und dessenZwcckc, sowie über die Mittel, welche ihm auf jenem und für-diese zu Gebote stehen, sich ein Uriheil fällen läßt. In geistigen Bestrebungen organischer Entwicklung hat Deutschland die Initiative; die andern Lander folgen zögernd nach, und nehmen gewissermaßen bloS die Resultate auf, ohne den ganzen Entwicklungsproccß durchzumachen. Dieses Verhältniß bewährt sich auch in Beziehung auf jüdische Bestrebungen. Auch im Auslände sind mit dem I. 1835 Zeitschriften erschienen, meistens auch wieder eingcgangen, in Frankreich „!a i'ö^nLi'Llion, die Wiedergeburt," von Hrn. Bloch in Straßburg in monatlichen -Lieferungen, mit französischem und deutschem Texte, in England „lfte 1iebre>v sncl nraga'/.ino ol' rabbinicsl 11teralurSz" Ln Holland die „^aarboeken voor Israeliier» in lVeckei'lanä." Die englische ist blos kurze Zeit erschienen und hat etwa den Standpunkt der „Synagoge" nach englischer Weise eingenommen; die französische hielt sich bis zur Mitte des J. 1837 und verschwand dann aus Mangel an Festigkeit der Tendenz und gediegenen Mitarbeitern; die holländische, von der Regierung unterstützt, wird wohlmoch fortbestehen und mag für Holland das sein - was die „Sulamith" in ihren blühenden Zeiten für Deutschland war.

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