Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 420 (sequence 2)
- Language
- German
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420 Recenstoiien. im I. 1802 erschienen, zeichnet sich durch Klarheit der Dar. stellung, richtiges Maaß in der Behandlung, Bündigkeit und Genauigkeit bei der Angabe des Resultates gründlicher Forschungen, für die er meistens auf andere seiner Werk« verweisen konnte, höchst rottheilhaft aus. Dadurch war das *2erk zugleich ein sehr bequemes Hülssbuch für «inen Jeden, welcher über irgend einen Schriftsteller Auskunft wünschte; dem Gelehrten aber stellte er den Stand der Literatur bis 1602 dar. — So vortrefflich und unentbehrlich nun dieses Buch ist, so wurde doch dessen Benützung durch mancherlei Umstände erschwert. Erstens verfuhr de Rosst bei der Auswahl der Artikel etwas einseitig. Schon im Allgemeinen wird das Urtheil über größere oder geringere Bedeutsamkeit eines Schriftstellers immer ziemlich subjektiv bleiben, und die Auswahl nach diesem subjektiven Maßstabe wird sich dem Tadel Anderer nickt entziehen können. Allein dies ist bei einem solchen Werk« nicht zu umgeben. D. N. aber ließ seine Subjektivität noch mehr walten; er nahm nickt den Einfluß eines Schriftstellers auf den Entwicklungsgang deö geistigen und religiösen Lebens der Juden zum Maßstabe der Bedeutendheit, sondern er schätzte geradezu die jüdischen Autoren und Werke von seinem Standpunkte aus ab. Daher ist daö vorzügliche Augenmerk auf Commentare der Bibel, antichristliche Schriftsteller und Kabbalisten gerichtet, wie er es selbst in seiner Vorrede ausspricht (vgl. hier S. X!l ». XIU); wahrend daher sehr untergeordnete Männer genannt, zuweilen ^auch ausführlich behandelt werden, fehlen andere sehr einflußreiche ganz (z. B. die meisten Geouim, Amram, Nitrvnai u. A.; die meisten Paitanim, selbst Kalir), und andere sind mit kurzen Worten abgefertigt. Damit hängt auch zusammen das oft über die Schriftsteller gefällte Urtheil, welches nicht selten sehr befangen auSfällt. — Ein zweiter Umstand, welcher das Werk für unsere Zeit nicht ausreichend macht, besteht darin, daß die Wissenschaft