Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- Anhänge zur Kahen'schen Bibel, Bd. IX [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 393 (sequence 3)
- Language
- German
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3vr Zunz, über die Chronik, übersetzt. (Berlin 1823). 3. Die Zeitschrift für Wissenschaft des In« denthumS, welche ein Verein für die Cultur und Wissenschaft der Juden herausgegeben, wurde von Zunz redigirt; eS erschien von ihr ein Band in drei Heften, Berlin 1823. 0. Zunz hat darin folgende Artikel: ») Ueber die spanischen Ortsnamen, welche sich in den Werken der Nabbinen finden, S. 114 — 117; b) Leben des Salomo ben Isaak, genannt Nascht, S. 277 — 584; c) Grundlage zu einer künftigen Statistik der Juden, S. 523 — 532. — 4. Nede, gehalten bei der Feier von MoseS MendelSsohn'S hundertjährigem Geburtstage, den 12. Elul oder 10. September 1829, zu Berlin. Berlin 1829. 5. Beleuchtung der Hierorts stu juöai'sme des Abbe Chiarini. Berlin 1830. 6. Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden, historisch entwickelt rc> Berlin 1832. 7. Vorrede zu Nebenstein's: Das Lied der Lieder oder daü hohe Lied Salomo's. Berlin 1834.' 8. Namen der Juden. Leipzig 1856. — Hinzuzufügen ist außer einigen kleineren gelegentlichen Arbeiten. 9. Predigt zur Einweihung deö Leipziger Tempels: Erweckung zum Fortschreiten. .Leipzig 1820. 1. Diese gelungene und durch ihren süßen Wohllaut sich empfehlende Ucdersehuiig erhält durch die gelehrte und vortrefflich geschriebene Vorrede des Hrn. O. Zunz eine» bcsondcrn Werth. Ich kann mich nicht enthalten, aus derselben, die wenig bekannt ist, einen Sah aiizuführc», der sowohl durch den darin ausgesprochenen Gedanken, wie durch den Ausdruck ausgezeichnet ist und sich mir so fest cingeprägt hat, daß ich ihn, nach Verlauf von vier Jahren, da ich ihn gelesen, aus dem Gedächtnisse eiteren kann; dein Leser gelte er als Beispiel Zunz'schcr Auffassung und Darstellung. Vor der Betrachtung nämlich einer Reihe von jüdischen - Commentatoren des hohen Liedes — deren Werke meist noch als Mannscriptc aufbcwahrt werden — die das Buch religiös deuteten, je nach ihrer Richtung philosophisch oder mvstisch, wird getagt: «Aber als der Dichter sang, war die Sprache noch nicht den schmerzhaften Tod der Heiligen gestorben." Wie ließe sich treffender, schöner und kürzer das Vcrhältniß der verschiedenen Zeiten, des Büches zur später» Auffassung seines Inhaltes, des > Schriftstellers zu seinen Erklärer» ausdrückcn?