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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 256

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1839-01-01
Page
Seite 256 (sequence 7)
Language
German
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2SÜ Kurze Anzeigen. Jedoch wir haben wohl schon zu lange, zum Derdrusse unserer Leser, über diese Schrift gesprochen, ohne ihnen etwas über Inhalt und Ausstattung derselben gesagt zu?»aben, und müssen dies nun noch nachholen. Wir finden in ihr ein Drama, das als HochzeitSgedichL üb rgeben wurde. Und worin Redlichkeit und treue Liebe über Trug und Eigennutz siegt. Der Inhalt ist im Ganzen fade; man glaubt etwa < .1 Gellert'scheS Schäferspiel zu lesen. An Sentimentalität, schönen Phrasen, ungestümen LiebeSbekenntnissen, Verzweiflung, Ansprachen an die Natur u. dgl. fehlt es nicht, desto mehr an Wahrheit der Charaktere; jedoch dafür haben wohl Luzzatto'S italienische Vorbilder einzustchen. PaS Stück ist im VerSmaß geschrieben, kürzere Verse haben zwei Vocale, Jathed (d. h. bewegliches Schwa u. Docal) u. drei Vocale, längere Verse 2 Vocale, Jathed, 2 Vocale, Jathed u. 3 Vocale. Da daS Mspt. fehlerhaft war, mancheSähe schwierig sind, haben S. D. Luzzatto und Lettens theilS Correcturen, thcils Erklärungen in Anmerkungen geliefert. Die Einleitung des Hrn. v. Delitzsch in lateinischer Sprache (pi-oIexo„»L,rn) enthält Beitrüge zur Geschichte der neuhebräischen Sprache, der er, wir wissen nicht auf welche Autorität, (S. VI. A. 1) den seltsamen Namen giebt (daS unwillkürlich an ^^22, Uebertrcter, Sünder, erinnert), die er zur Zeit des Thalmuds in den Gerichten üblich sein laßt, während in eigentlich gerichtlichen Acten, wie z. B. der Ehevertrag, der Scheidebrief war, doch nur des Aramäische gebräuchlich war. Er geht darauf zu einer Lebensgeschichte des M. CH. Luzzatto (geb. 1710 zu Padua, gest. 1750 in PtolemaiS) über, vorzüglich nach den Nachrichten, welche vor Kurzem Girondi hierüber in Kherem Chemcd Th. II. gegeben, (und die Hr. Cand. Klein bereits in der Frankfurter Univ. K. Z. übersetzt hat), handelt dann über L'S. Richtung, hebräische Ausdrucksweise, über Geschichte des Drama'S unter den Juden und endlich über das Versmaß, besonders das in dem vorliegenden Drama angewandte — dies Alles mit Gelehrsamkeit und Sachkenntniß. Die Biographie L's. nebst einigen kurzen Notizen über dieses Stück gicbt auch Hr. LetteriS in oen 6 letzten Seiten der Einleitung in hebräischer Sprache. — Manche Acndcrungen sind noch des Versmaßes wegen anzubringcn; so ist S. 11 Z. 6 statt (obgleich dieses grammatisch richtiger ist, vgl. übrigens

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