Mannheim
Compact Memory

Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 224

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
Lexikographische Studien
Date
1839-01-01
Page
Seite 224 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2929020-2929036-2929039-2931608--2308-2931707
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

224 m. Lexikographtsche Studien. I. NÄ. Ueber dieses zwei Male im Hiob (5, 26 u. 30, 2) vorkommende Wort ist schon viel gerathen »nd vermuthet worden; eine Zeit lange hat man sich mit einer Ableitung auö dem Syrischen herumgetragen, welche jedoch GeseniuS als ganz irrthümlich nachwies. Merkwürdiger Weise hat man sich auch in dem Thargum geirrt und in ihm eine Bedeutung zu finden geglaubt, die, als bloß -wrathen, keine Bürgschaft für sich hat, während in der That dasselbe eine ganz andere, offenbar traditionelle angiebt. Zur ersten Stelle nämlich: 33p--8 nd33 813N lauten die Worte des Thargum so: lM3i3p^ 83133-p:v NiÄ-soLp , zur zweiten: -128 112^7 n^3 aber so: 8N313P ^23 8331N^- siN3 3,sZN8. Indem man nun bloß die erste Stelle ansah, glaubte man für in dem Tharg. riiv^v3, also die Bedeutung: Alter, zu finden, übersah aber das dann ganz unnütze Wort 82123, und ferner, daß in der zweiten Stelle sich gar nichts von Alter findet, aber etwas ganz anderes, und zwar wiederum 8N313P "1133. Offenbar ist also das Wort die Uebersetzung von n'rs- Die Mischnah bedient sich jenes Wortes häufig und lehrt uns an einer Stelle (Baba bathra VI, 8) dessen Bedeutung ganz genau. In einem 12p» einem Grabgewölbe nämlich, heißt es dort, befinden sich zwei oder mehre N137V, Grabhöhlen, in deren jeder acht oder dreizehn geräumige (4 Ellen lange, 7 Ellen hohe und 6 Ellen breite) ^13, Todtenkammern, und vor den Höhlen befindet sich noch ein geräumiger Vorhof, um die Lahre und deren Träger zu fassen. Wir sehen hieraus, daß -,3p das gestimmte Gebäude bedeutet, in welchem einzelne, zur Aufnahme des Todten bestimmte, Kammern sind, die man nennt. Solche Grabgewölbe waren natürlich Familicneigenthum, wie sie gleichfalls die Mischnah dort bezeichnet, und wie wir es bei Abraham und den Hethitern finden, von welchen letzteren jeder sein eigenes hatte (t.Most 23, 6.), sowie Abraham

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.