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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 2 · p. Seite 186

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 2
Article
Nachschrift
Date
1839-01-01
Page
Seite 186 (sequence 2)
Language
German
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186 III. lieber Musik an Feiertagen. Strenge, mit welcher irgend welche Arbeit oder auch eine Annäherung daran untersagt war, raubte dem Sabbathe die freundliche Gestalt, die ihn neben dem „heiligen Tage des Herrn" auch znm „Wonnetage" machen sollte, und gab ihm ein asketisches Aussehen; zu dieser Anschauung trug natürlich überhaupt die trübe Lebensansicht bei, welche sich der Israeliten bei der Zerstreuung und dem Drucke» der ihnen auferlegt wurde, bemächtigte. Wir finden daher fast auf dieselbe Weise die Feier des SabbathS bestimmt, wie in England die Feier deö Sonntags, ohne das; diese im Geringsten eine Nachahmung sei, indem vielmehr beide aus einer mehr formellen, rigiden Anschauung fliesten. Daher bietet auch in Bezug auf die Musik die englische Sonntagsfeier ein Analogon. Sollte nun auch daö Musikoerbot in der Mischnah nicht Vorkommen, so scheint es mir doch ganz in dem Geiste, nach welchem die Sabbathfeier in derselben angeordnet ist, zu liegen und eS war wahrscheinlich zu jener Zeit schon im Gebrauche. Allein eine etwas spatere Zeit nahm zwar die ano puritanischer Ansicht Herflics;.m den Verbote auf, hielt aber in ihrer juristisch-gesetzlichen Weise den Grnnd nicht für genügend, sondern suchte vielmehr diese» darin zu finden, das; dnrch diese Beschäftigungen eine Veranlassung zn einer Arbeit gegeben werden konnte. Während also früher dieselben an sich für unrecht gelten, weil sie, wie sich die Mechiltha und nach ihr MaimonideS ausdrückt, den Arbeite» ähnlich seien, oder richtiger, weil sie einer ganz strengen Ruhe Eintrag thun, wurden sie später nicht an sich für nnrecht gehalten, sondern sie ließen bloß befürchten, eö mochte durch sie zu einem Verbote kommen; die Sabbathentweihung durch diese Beschäftigungen wurde nicht anerkannt, sondern eS lag in ihnen bloß eine Besorgnis) zu einer Entweihung, der

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