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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 159

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Aus einem Schreiben des Hrn. Joseph Schwarz aus Jerusalem, an seinen Bruder, Hrn. H. Schwarz, Rabbiner in Hürben
Date
1839-01-01
Page
Seite 159 (sequence 4)
Language
German
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Nachrichten« 15S Maschine angebracht, die wührcnd dieser Fci'crlichleit Wasser in die Höhe sprüht, was in Verbindung mit den übrigen Gebräuchen einen imposanten Anblick gewährt. — Am Abende des festes, so wie auch am darauf folgenden Abende (im Occident der Abend des Gesetzfrcudeu festes werden sämmtliche Gcsetzrollen auS der heiligen Lade genommen und mit denselben ein feierlicher Zug gehalten. Dasselbe geschieht auch am Abende des VcrsöhnungStageS. — Ist im Verlaufe der Woche eine Trauung, so steht am Sabbath vor derselben «in zierlicher Trauhimmel x-Din in der Synagoge aufgestellt, unter welchen: d:r Bräutigam und seine beiden Brautführer während des Gottesdienstes ihren Sitz nehmen. Wird erstercr zur Thora vorgernfcn, so begleiten ihn diese dahin und wieder zurück. Nachdem der vorgerufcne den zweiten ScgenSspruch ^^77 N2N2 stundet, werden vom Vorsänger jene acht Verse: NVK bis ^7 (Genes. C. 24, V. 1 —84 crbgesungcn, und zwischen jeden VerS die Ucbcrsctzung des OnketoS eingeschaltet. Wahrend dieses Gesanges trägt der Spnagogendicner eine mit Rosenwasscr gefüllte Flasche umher, und gießt davon in die Hand eines jeden der Anwesenden, was aber in der größten Ordnung geschieht. — Leichenbegängnisse finden öfters — besonders wenn der Hingeschiedene eine ansehnliche Person war — bei Nackt Statt. Die Leichname werden niemals in Todtensärge 71-^, sondern unmittelbar Ln die Erde gelegt, über denselben eine Wölbung von Steinen gemackt, und auf dieser das Grab ausgefüllt. Von den: Gebrauche, das Ln dem Hause, worin jemand verschieden , oder auch m dessen Nähe stehende Wasser auSzugleßen, (vgl. Jorch Dcah 339, 5) weiß man hier nichts. Auch werden viele Gräber im Voraus gefertigt, obschon die testamentarische Erklärung des Rabbi Zehuda Hachafid sich dagegen ausspricht. (Vgl. loc. cit. tz. 1). (Fortsetzung folgt.)

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