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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 155

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Christliche Zeitschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 155 (sequence 15)
Language
German
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Nachrichten. 155 nicht an den Anfang deS Wortes gesetzt wird, weil ein kleines in ihnen sich nicht findet), in den poetischen Büchern hei Madpacb und Kadma. In den lctztern sind sogar Doppelzcichen zur Unterscheidung bestimmt worden, wie Hvch-Mahpach und Mercha 71'?-^), -herrsch und Nebia, Sarka mit Mahpach oder Mercha. Dieses beruht aber Alles darauf, daursprünglich diese Zeichen nicht geschieden waren und erst spater die Scheidung vorgenommen wurde. Die Gründe dieser Scheidung hier anzugcben und die Spuren, welche sich noch für Lbrc frühere Einerleiheit cun'weisen lassen, zu verfolgen, würde uns hierzu weit führen. Wir verspareu dies auf eine andere Gelegenheit. Einen kurzen Aufsatz liefert Herr Professor Nedslob über den Ausdruck 75-2 Nicht. 3, 25. 2 K. 2, 17 u. 8, 11. Er will dem Worte 2)7^, nach ctnmologischen Comdinationen — auö welchen aber neue Bedeutungen zu schaffen immer sebr gewagt ist —, geradezu die Bed. Weile geben. Alle seine Bemerkungen jedoch gegen die bisherige Annahme scheinen nicht gegründet. ^2 ^Eßt: Ln seiner Erwartung getäuscht sein; bS zu dieser Zeit warten heißt daher länger, als indem gegebenen Falle zu verruurben war, langer als gebührend oder gewöhnlich. Diese Bedeutung paßt sebr gut für alle Stellen, wenn man die Worte nur nicht preßt. Auch an Recensioncn luctct dieses Heft wichtige Arbeiten. V.Lengerke's Daniel, v. BohlenS Genesis und Bleeks Program gegen letzteres Werk hiko lilni Oono50kis ini^ino inckole In8l.oi!ea ok)8uivali0tte5 epnaedain cvnli^ liolilonirrnr) werben von Hitzig besprochen, Vatke's bibt. Theologie Band 1, George's altere jüdische Feste und v. Bob lens Genesis von de Wette. Es wird von beiden berühmten Gelehrten mit entschiedenem Freimuthe gesprochen, obgleich immer wieder in der Weise, baß man bei dem „A. L." so verfahren dürfe, aber doch nicht so ganz bei dem „R. T." Mit v. Lcngerke ist Hitzig bloS in einigen einzelnen Pnneten der Erklärung und Deutung im Streite; zwischen v. Bohlen und Bleek sicht cr Ln der Mitte, ohne natürlich bas Verfahren des ersieren Gelehrten ein „pscudolritischeS" genannt wissen zu wollen. Gegen die zu bäunge Anwendung des Sanskrit auf den Hcbraismus, welche sich auch v. Bohlen zu Schulden kommen laßt, eifert der Vf. hier, wie cr es schon sonst getban. — De Wette sucht gegen George und Vatke seine früheren Ansichten zu rek-en. Vielleicht möchte hier das wichtigste Moment dieser beiden Werke nicht genug gewürdigt sein, daß sie nämlich die biblische Kritik auf die neue Stufe zu erheben beabsichtigen , (zu welcher schon Gra nl^ berg vorbereitet hatte), wo dieselbe nicht mcdr blos liiterar-gcschichtli.v das Alter und di? AbfassungSzcit der einzelnen Bücher angcbcn will, sondern in einer geordneten Darstellung des ganzen Ganges der religiöse a Volksanschaunng ihre Aufgabe findet, welcher Anschauung Repräsentanten eben die bibl. Bücher und die in ihnen verkommenden religiösen Satzun-» gen find. Abraham Geiger.

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