Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Nothwendigkeit religiöser Volks- und Jugendschriften
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 9)
- Language
- German
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34 IV. Die Nvthwenbkgkeit religiöser und redlichen Volks- und Jugendlehrer glauben wir sie im Voraus versichern zu dürfen. Daß dies von den im verflossenen Sommer in Wiesbaden versammelten Rabbinern versprochen wurde, können wir verbürgen. Ihre Mühe wird somit keineswegs unbelohnt bleiben, abgesehen von dem lohnenden Bewußtsein, für Menschenveredlung gewirkt zu haben, und dem zu erwartenden Gotteslohne, die sich nicht abschätzen und nicht aufwiegen lassen. — Um wie viel sicherer aber könnten wir eines baldigen erwünschten Erfolges sein, wenn wir im Stande wären, durch Preisaufgaben einen Wetteifer zu erregen und die Arbeiten zu leiten und zu regeln! Wie, wenn sich zu diesem höchst wvhlthätigen Zwecke, zurErzkelnngundVerbrei« Lung guter Volks- und Jugendschriften für Israeliten, Vereine bildeten? Und wäre dies in der That so schwer und unausführbar, da nicht nur Reiche durch Geldbeisteuer, sondern auch weniger Bemittelte, besonders Rabbiner,- Lehrer und Schulanfseher (die bei gewissen Gelegenheiten Preisbücher unter die Schuljugend auSzutheilen haben) durch das Versprechen, eine bestimmte Anzahl von Exemplaren zu nehmen, dazu beitragen konnten? Vielleicht bleibt unser Wunsch — wir geben uns der süßen Hoffnung hur — nicht unerfüllt! vielleicht findet er Anklang in edlen Gemüthern und kömmt zur Ausführung! — Als erste Preisaufgabe würden wir dann Vorschlägen die Ausarbeitung eines unterhaltenden Lesebuches für die reifere Jugend von 10 — 15 Jahren, das Weckung des religiösen Gefühles und Beförderung ächter Religiosität überhaupt zum Zwecke hätte. ES sollte in einer fortlaufenden Erzählung aus der neueren Zeit gezeigt werden, wie die Religion (von der reinen israelitischen ist hier überall die Rede, die eben so weit von der alten Werkheiligkeit entfernt ist, wie von der neuen Wortheiligkeit, die durch ein eitles Mundbekenntniß sich selbst täuscht,) den Menschen