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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1839-01-01 · Heft 1 · p. Seite 27

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1839
Issue
Heft 1
Article
Die Nothwendigkeit religiöser Volks- und Jugendschriften
Date
1839-01-01
Page
Seite 27 (sequence 2)
Language
German
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27 Volks- und Jngendschnften. erwärmende Funken himmlischen FenerS erhalten, ihnen noch einige Nahrung für Geist und Herz zugeführt wird. — Gilt dies im Allgemeinen, um wie viel mehr von unS Israeliten, die wir als kleine Gemeinden oder einzelne Familien weit und breit zerstreut leben, für deren Bildung und Veredlung leider an den meisten Orten von Seiten der Schule und der Kirche noch so wenig geschieht und früher, in der Jugendzeit (dem bildsamsten Alter) der jetzt erwachsenen Generation noch weniger geschehen ist., ES ist daher unverzeihlich und kaum begreiflich, daß dieses so wirksame und in Ermangelung aller andern um so wirksamere Dildunzsmittel zur Beförderung achter Religiosität, zur Weckung und Erzeugung eines bessern Geistes in Israel in der neuern Zeit so ganz und gar vernachlässigt worden und unbeuützt geblieben ist. Wir haben noch keine deutschen unterhaltenden Volks¬ und Jugendschriften für Israeliten, und stehen wahrlich in dieser Beziehung weit hinter der alten Zeit, über die wir uns mit so vieler Selbstgefälligkeit erheben. Welchen Ersatz haben wir für die damaligen jüdisch-deutschen Volksschriften, die, so schlecht sie uns scheinen mögen, doch den Bedürfnissen ihrer Zeit entsprachen, der Menge Belehrung, Trost und Erbauung gewährten? — Wir lesen deutsch, wird man uns «inwenden, und haben der trefflichen Volks- und Jugeudschristen genug. Aber wir fragen: können diese für den Menschen im Allgemeinen und den Christen insbesondere bestimmte Schriften allein dem Israeliten genügen? hat er nicht auch besondere, ganz auf ihn berechnete, norhig? bedarf c>aö religiöse Leben und alles, was damit in Verbindung steht, nicht auch einer besonderen Anregung von dieser Seite? Haben wir nicht unsere eigenthümlichen moralischen Bedürfnisse, denen Befriedigung verschafft, so wie unsere eigenthümlichen Gebrechen, denen entgcgengearbeitet werden soll? Haben wir nicht mit Eigenthümlichen Hindernissen und Schwierigkeiten zu kämpfen,.

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