Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 1
- Article
- Lexikographische Studien
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 2)
- Language
- German
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n. Zwei dem Deuteron, ekgenthüml. Ausdrücke. IS Erklärung finden. Unsere Wörterbücher lassen dieses ihnen höchst wichtige Moment, insofern sie nicht blos Hülfsmittel zum äußern Verständnisse der Schriftsteller, sondern zugleich selbstständige wissenschaftliche Darstellungen der in der Sprache hervortretenden Anschauungen eines Volks und deren AuS- und Umbildung sein wollen, meistens zu sehr außer Acht, und man muß sich mit der dürftigen Belehrung, ob ein Wort blos in der dichterischen Ausdrucksweise gebräuchlich sei, für Liesen Zweck begnügen. ES ist dies eines der großen Verdienste des Herrn v. Freund in Breslau, daß er in seinem vortrefflichen lateinischen Wörterbuche diesem Bedürfnisse klarerer Spracherkenntniß zu genügen suchtfür die hebräische Sprache findet sich MehreS in Commentarien und in ÄeseniuS' freilich seht schon veralteter „Geschichte der hebräischen Sprache und Schrift" zerstreut, ohne daß diese Bemerkungen jedoch ins Wörterbuch eingedrungen wären. Ich möchte hier gleichfalls einen kleinen Beitrag zu dieser genaueren Sprachforschung liefern, indem ich die Aufmerksamkeit aufzwei Ausdrücke zu lenken suche, welche dem fünften der pentateuchischen Bücher eigenthümlich sind, ein weiteres etwa daraus zu ziehendes Resultat der höheren biblischen Kritik überlassend. I. rr>- Während die Möglichkeit zur Ausführung einer Sache (daö Können) von dem Vorhandensein vieler Umstände, besonders aber von der Statthaftigkeit der Sache und der Fähigkeit der Person dazu abhängt, so wird die Sache als unausführbar betrachtet, sobald nur eine der dazu nöthigen Voraussetzungen fehlt. Man kann daher nicht von Jemandem sagen, er könne etwas thun, wenn man blos damit ausdrücken will, eö sei ihm gestattet, er dürfe es thun, da noch zugleich die Fähigkeit dazu von seiner Seite verlangt wird; weit eher, als diese, setzt man die Erlanbniß voraus. Hingegen kann von einer Person auSgesagt werden, sie könne etwas nicht thun in dem Sinne, es sei ihr nicht gestattet, «S zu thun, so daß das Nichtkönnen,