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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 476

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Frankfurt a. M. [Nachricht]
Date
1837-01-01
Page
Seite 476 (sequence 6)
Language
German
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476 Nachrichten. Daß die Juden aber einen ordentlichen deutschen Namen tragen wollten, scheint ihm ein unsinniges Begehren, da sie sich als Volk der Bibel immer in ihrer Eigentümlichkeit behaupten sollten, damit man bei dem'Posaunenschalle des irdischen Messias sogleich wisse, daß Alle, welche den Namen Samuel und Rüben und dgl. tragen, ihm zu folgen haben. Da kam ihm Jakobi auch sehr gelegen; diesem verwies er sein Halten an den Rabbinen, denn diese erkannte Jesus nicht an, aber er freute sich mit seinem festen Halten an Volksbegriffen und Hätschelte den erheuchelten Schmerz und möchte gern diese Ueberläufersehnsucht recht verbreitet wissen. Zum Schluffe gibt er selbst eine Elegie, die ein „Hebräer" singen soll, die etwas komisch ist; aber auch die Komik gehört zur Poesie. Und nun liefert er auch noch einen Artikel über „Emaneipation der Juden," der sich in Hegel'schen Phrasen bewegt und Duldung predigt, aber gleichmäßige Anerkennung versagt. Hengstenberg steht auf der Höhe der Seit, das kann ihm niemand absprechen; nur möchte er sie mit seiner Dogmatik meistern. Die große Aufmerksamkeit übrigens, welche er dem Gegenstände zuwendet, zeigt, welche Bedeutung dieser in unserer Zeit erhalten hat, und das mag uns ein gutes Wahrzeichen sein. (Frankfurt a. M., August.) Sie haben uns durch den gleichzeitigen Besuch, welchen Sie diesen Sommer von mehren Rabbinern erhielten, die wir nun hier meistens, zu unserer rechten Freude, kennen lernten, Vieles zu hören und zu lesen gegeben. Daß ein solches Zusammentreffen in Wiesbaden nicht zufällig sei, dachte natürlich ein Jeder, und die Herren selbst hatten kein Geheimnis; daraus gemacht, daß sie nach Verabredung sich zusammenfänden und über mancherlei, was Noth thut im Judenthume, besprechen wollten. Sie können ermessen, daß eine Gemeinde wie Frankfurt an einem solchen Unternehmen, vorzüglich wenn es in solcher Nähe von ihr ausgefüht werden soll und noch besonders da mehre der Teilnehmer zuvor in ihren Mauern sich befanden, ein lebhaftes Interesse nahm. Unsere Lodtenbeschwörer ereiferten sich im höchsten Grade dagegen, unsere Jndifferentksten lächelten, verbargen jedoch ihr Lächeln, und unsere Männer der fortschreitenden Bestrebungen Heilten sich in verschiedene Parteien; die Einen hofften wenig von dem Erfolge solcher Berathungen, weil die Anzahl der sich Versammelnden nicht groß genug sei und gerade in den Augen der Masse nicht Autorität genug besitze - die Andern freuten sich mit dem Gedanken, nun bald zu erfahren, was denn ein mit der Seit Schritt haltender Jude nach feinem gereinigtem Judenthume zu thun und zu lassen habe. Daß da schon manche Gegenstände hin und her besprochen wurden, von dem Einen diese, von dem Andern jene Anforderung, je nach seiner individuellen Ueberzeugung, nach der von ihm für größer befundenen Dringlichkeit der einen oder andern Modiflcatioü gestellt wurde, brauche ich nicht zu bemerken. Da gab, es

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