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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 471

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Wiesbaden
Date
1837-01-01
Page
Seite 471 (sequence 16)
Language
German
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471 Nachrichten. gegen die Trennung der Begriffe des Götzendienstes und des Bilderdienstes aus, mit welcher Trennung natürlich allein dies. g. calvinische Einteilung der Gebote bestehen kann; mit Benützung der Ansichten, welche die neueste biblische Kritik hierüber aufstellt, wäre diese Untersuchung wohl etwas anders ausgefallen, und wir haben uns oben bereits kurz darüber erklärt. Ersucht dann die angenommene Verschiedenheit des Gelüstens nach der Frau eines Andern von der Begehr nach dem Wesitzthume eines Andern zu rechtfertigen auf eine Weise, die auch wir bereits anerkannt haben, und bringt bei dieser Gelegenheit einige Bemerkungen über die Stellung der Frauen nach der Bibel bei, denen die Beiftimmung nicht versagt werden kann. Ueber das, was er dann in Bezug auf die Parascheneintheilung und die Accentuation bemerkt, können wir uns auf unsere bereits gemachten Bemerkungen beziehen, nur müssen wir wiederholt darauf..Hinweisen, daß im Exod. allerdings gewichtige Autoritäten der Paraschah vor dem zweiten entgegenstehen, und daß, wie wir früher bemerkt, die Einschiebung derselben durch die Gleichmachung mit dem Deuter, entstanden zu sein scheint, und daß endlich in dem von uns (H. I. S. 149) angeführten Kenic. Eod. 600, dessen Randbemerkung nun auch Herr S. benützt, ein Unterschied zwischen der Paraschahbezeichnung und dem Raumlaffen mit Recht gemacht wird, da in den Privatexemplaren zur Bezeichnung der Paraschah noch ein O gebräuchlich ist, daher Bruns seine Verwunderung füglich hätte unterdrücken können.— Auch hier wird dann ferner wieder das Verhältnis des Textes im Exod. zu dem des Deuteron, besprochen; wir haben bis jetzt diesen Gegenstand, als der höhern biblischen Kritik angehörig, keiner Erörterung unterzogen, und werden ihn auch jetzt, obgleich wir den bei diesem Streite bis jetzt geäußerten Ansichten nicht beistimmen und uns mehr aus die Sekte der neuesten umfassenden Untersuchungen hierüber neigen möchten, mit Stillschweigen übergehn. Zuletzt enthält diese Abhandlung noch einige von Züllig abweichende Ansichten in der Erklärung von Stellen der Evangelien und Episteln, welche mit dieser Untersuchung in Zusammenhang gebracht worden, und einige litterürhistorische Berichtigungen. — Der Bemerkung Zülligs gegen Köster in Bezug auf die Eintheilung des Dekalogs in dem Buche Eosri, welche dieses Heft (S. 377 und 8) noch liefert, haben wir bereits oben gedacht. Abraham Geiger. (Frankfurt a. M., Juni.) Sie fragen mich nach meinem Urtheile über die „Klagen eines Juden" (Mannheim, Hoff, 1837. XXX. und 130 S. 8) von I. Jakobi, und Sie meinen, solche Klagen kämen entweder aus dem Irren- oder aus dem Misstonshause. Daß ich im Allgemeinen in dieses Urtheil einstimme, ist natürlich; ich kann mich unmöglich in eine Lage versetzen, in welcher mir solche Klagen, solange ich Jude bin und als

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