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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 456

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Sachsen-Weimar [Nachricht]
Date
1837-01-01
Page
Seite 456 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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456 Nachrichten. die Zurückgebliebenen befremdet um sich und fühlen sich überall unbehaglich. Besser man muthet ihnen einmal etwas Hartes zu, um sie mit der ganzen Weltanschauung nicht in Zwiespalt kommen zu lassen. Was aber jenen Frieden betrifft, von dem man immer spricht, so stellt man sich immer auf einen so modern Standpunkt einer winzigen israelitischen Gemeinde, ohne deren Verha'ltniß zum ganzen Gange der Cultur ins Äuge zu fassen, denn hier ist wahrlich kein Friede zu erblicken. Friede ist nicht, wenn einige Wenige keinen Wortwechsel mit einander führen, sondern wenn die Massen .nicht in gegenseitiger Entfremdung leben. Mögen dies diejenigen, welche den Ton angeben, nicht übersehn l (Wiesbaden.) Das vierte Heft der „theologischen Studien und Kritiken" des Jahres 1836 bietet wieder manche exegetische Untersuchungen, auf welche hier einzugehen nicht unzweckmäßig ist. — Die in den letzten Eap. des Jescnas 40 — 66 (Deutrojesaias) häufig vorkommende Bezeichnung 'n h^ wiederum einen neuen „kritischen Versuch, mit Berücksichtigung der neuesten darüber aufgestellten Meinungen" von einem jungen Gelehrten, welcher denselben unter dem Einflüsse De Wette's anstellte, hervorgerufen. Es hat diese Bezeichnung in der neueren Zeit um so mehr die christlichen Theologen beschäftigt, als in der früheren dieselbe ohne allen Zweifel, gestützt auf die Anführungen in den christlichen Begründungsschriftm, auf den Messias in seinem leidenden Zustande, das hieß dann auf Jesus, bezogen wurde, was denn namentlich wegen des 52. und 53. Cap. eine große Bedeutung hatte, die erwachende wissenschaftliche Exegese aber die Irrigkeit dieser Ansicht bald aus Gründen, welche überhaupt so specielle Weissagungen nicht gelten ließen, bald aus sprachlichen Rücksichten einsah. Es bildeten sich nun andere Ansichten aus, welche diesen Namen von dem Propheten entweder ihm selbst oder dem Prophetenstande insgesammt, oder den Frommen Israels oder Israel im Allgemeinen Leigelegt wissen wollten, indem für eine jede der angeführten Erklärungen einzelne Stellen sprechen oder zu sprechen schienen, den übrigen widerstreitenden Stellen von jeder Ansicht ein erträglicher Sinn zugewiesen wurde. Die neueste kirchliche Reaction in der Kritik, Hengstenberg, kehrte auch hier wieder zur kirchlich-orthodoxen Ansicht zurück und bezog die Stellen alle, ohne viele Rücksichten auf Sprache und Zusammenhang, mit muthigem, behendem Verfahren auf den Messiasz die vermittelnde, modificirte typische, die mit der Wissenschaft nicht brechen, aber auch die Ansicht der Kirche festhalten wollte, Umbreit,^bezog auf Volk, die Frommen, den Prophetenstand, aber als Schalen, in welchen der Messias eingehüllt liege, indem er, damit wir uns seiner eigenen Worte bedienen, welche hier in einer Anmerkung (S. 989) sich finden, „den Messias zum Hauptbegriffe macht, der aus den in einander übergehenden Anschauungen

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