Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Handschriftliche Vergleichung
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 436 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2929020-2929031-2929035-2931149--1972-2931305- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
436 Bibliographie. scheint -sNlNN 128AN 18 N1S2 N221N zu sein. XIV. (72 l>) N^lV- Das. Schluß N2112N!r8 N18^ ^181 (vergl. denselben Fehler in Nr. 2). G. 2. Ankündigung einer metrischfreken Uebersetzung der „Kbnigökrone" (n-12-v des Ikabbi Salomo ben G e b k r o l. Das genannte Gedicht ist unstreitig eines der schönsten Denkmale des lebendigen Gottesgeistes im Iudenthume, wie er sich besonders während mehrer Jahrhunderte des Mittelalters in dem Westen Europa's herrlich bewährte. Von dem eilften Sa'cuto an herrschte in den halb arabischen, halb christlichen Ländern, Spanien und Portugal, unter den Bekennern der mosaischen Lehre daselbst in seltener Eintracht freie Forschung neben freudigem Glauben, Streben nach Wahrheit neben inniger Anhänglichkeit für das ererbte Gotteswort, Bewußtsein eigener Kraft neben der frömmsten Demuth, und eine Aufklärung nach dem Umfange damaligen Wissens über Dinge der Natur und des Menschenlebens, welche ihren Anfangs-, Anhalts- und Ausgangspunct nur in dem Ewigem fand und festhielt. In jener schönen Zeit (gegen die Mitte des eilften Jahrhunderts) und auf demselben Boden blühte auch ben Gebirolz und von dem Geiste jener Zeit eingegeben ist auch das uns vorliegende Gedicht. Es ist das Product eines von Gott durchdrungenen, gehobenen und beruhigten Gemüthes. — Dieses Dichtungswerk, Königskrone benannt, ist wie dieser Name schon audeutet und der Dichter in den Emleitungsversen es ausspricht, sein schönster Hymnus über Gott und seine Weltregierung. Es zerfällt in drei Lheile oder Gesänge. Der erste handelt in 10 Abtheilungen (sie beginnen bis auf die ersten, mit von Gott mit seinen Eigenschaften; der zweite in 24 Abtheilungen (sie beginnen bis auf die letzte, mit ^12) von der Welt, der wunderbaren Schöpfung Gottes; der dritte in sieben Abtheilungen (sie haben sämmtlich das Wort in der ersten Zeile) vom Menschen, dem gottbeseelten, staubgeborenen Geschöpfe. Gott, Welt, Mensch sind die drei Träger des Gedichtes, über welche der Dichter eine Fülle der erhabensten Ideen, der schönsten Gefühle zu Tage fördert. Sein Aukdruck ist klar, fast durchgehends Bibelsprache; sein Gefühl reinmenschlich, entfernt von Verkrüppelung und Überspannung; sein Gedanke frei, fremd aller-Mystik und Ausschweifung. Klein ist der Rahmen des Werkes, denn das