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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 349

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Der Gottesstaat
Date
1837-01-01
Page
Seite 349 (sequence 18)
Language
German
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IRI
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34S II. Der Gottesstaat. aus einander und einander gegenüber treten. Die höchste Idee jedoch, die der Theokratie, stellt sich noch in ein ganz besonderes Verhältniß zu der Idee des Ethischen im Aristoteles; sie verhält sich nämlich zu dieser, wie sich Offenbarung zur Philosophie verhält. Der Mensch kann ohne Offenbarung seine höchste sittliche Bestimmung nicht erkennen und deßhalb nicht erreichen. Sie ist enthalten in den Grundsätzen von Gott, Freiheit, Schöpfung, nach der Offenbarungslehce; erst die Erreichung dieser macht somit den Gottesstaat möglich. In ihm ist nun alles Gute und Erhabene das Herrschende, alles Niedere und zum Leben Nothwendige untergeordnet und zugleich geadelt. In ihm ist Muth, die Tapferkeit des Kriegers, Gewerbsteiß als Naturbedingung und Lebensreiz, Freude und anständige Festlichkeit im Gedanken an Gott gegeben. Endlich ist daS Ethos des humanen Staates nach Aristoteles geheiligt durch den Gedanken des allein in sich selbst heilig-seligen Vaters und Schöpfers des Himmels und der Erde. Solche ist die Idee der civitns Voi und des messianischen Reiches, für welches die Menschheit von ihrem Vater und Erlöser erzogen werden soll. Mögen wir ihm freiwillige und folgsame Werkzeuge dieser hohen Absichten sein, damit unsere endliche Bestimmung das Reich der erhabenen Menschenwürde, der weisen Kindschaft in nächster Zukunft auf Erden sich verwirkliche! Dm so. März 1836. v. Steinheim, HI. Exegetische Skizzen. i. P s a l m 8, Inhalt. Zwei cvntrastireude Empfindungen, einander hervorrufend, walten in diesem lyrischen Erguß. Beim Anblick der Schöpfung,

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