Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Rabbinerzusammenkunft
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 319 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ein Sendschreiben. Z 319 berechnet sind und berechnet sein können» zu belehren. Diejenigen, welche aus dem Gewohnheitsgeleise dahin erhoben werden sollen/ daß sie die freie sittliche Idee immer mehr in sich walten lassen, stehen häufig auch geistig nicht hoch genug , daß sie das wissenschaftliche Verfahren zuerfassen im Stande sind. Schlimm wäre es auch, Menü /erstmit der gelehrten oder doch einer dieser nahekommenden wissenschaftlichen Ausbildung sittliche Vollendung angestrebt werden könnte, und so sehr ich den Werth -der Wissenschaft-- für die echte Herzen sbildiM zu würdigen weiß, so würde Michdoch > der Gedanke tief Niederdrücken, daß die vieleü Tausende von Menschen ,- welche ihre Geistesanlagen wie ihre äußern Lebensumstände zu einer tieferen geistigen - CUltur bestimmt häben, auchzugleich nvthwendig zN-iMmerwähr'ender"sittlicher Unfreiheit verdammt - sein sollten. Svfehlt nunder - schriftstellerischen Wirksamkeit - infast gleichem GradMdäsjrmge , was der- Predigt i in ihrem Einflüsse äbgeht. Darüber-haben-wir uns nämlich bereits verständigt, daß die -freisinnigsten allgemeinen Aeußernngen, die innigste Aussprache übet herzliche, warme, als innerstes Eigenthnm inwohneNde-Religiosität und Sittlichkeit - und a us ih r fließendesthätigech Leben»Nicht genügen, um zur -wahren Erringung für diesittliche-Willensfreiheit zu verhelfen , so lange die Förm<:UstarH8it^blÄbt, Suchen Sie immerhin zum wahren Festgefühle zu -erlKbens der Eindruck-entschwindet, wenn es an die Ausübung der einzelnen trockenen Ge- und Verbote geht; öder -suchen Sie zur geistigen Sammlung am Sabbathe - anzuregen, und denken Sie sich hiemit im Zusammenhänge-das Verbot/ ein Gewächs zu berühren Und zu begießen u. dörglix überhaupt handle Ihre Predigt, die ja am Sabbathe ihren bestimmteü Tag hat, worüber sie wolle, der geist- und herztvdtende Mechanismus, welcher zu Haufe auf sie-folgt/erstickt das Samenkorn, das Sie mühsam zu säen trachteten^-und jeder Tag und jede Stunde des Lebens leidet nach dem bestehenden