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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 3 · p. Seite 318

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 3
Article
Die Rabbinerzusammenkunft
Date
1837-01-01
Page
Seite 318 (sequence 6)
Language
German
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318 I. Die Rabbinerversammlung, sind, und deren Ausspruch nicht schenen. Der meinen nun allerdings Einige, die mehr guten Willen als klare Einsicht haben, man solle doch nicht so schonungslos das, woran so Viele festhielten, wegreißen wollen, man zeige doch gar keine' Pietät gegen Hergebrachtes, man habe auch gar keinen gemüthlichen Anklang in sich und mähe mit der Siche! des kalten Verstandes jede Pflanze warmen Gefühls hinweg, knrz man habe ein rein negatives'Interesse, zu sprengen und zu losen, nnd wolle gar nichts begründen. O, m. L., sehen Sie es nicht ein, wie man das Festhalten Vieler an Dingen, welche ihr materielles Wohlstören, achten, wie man eine gewisse zarte Schonung, ja Liebe gegen Formen, die unsere Kindheit umgaben, empfinden, wie man zuweilen sogar von einem poetischen Schmerze durchzuckt werden kann über das Versinken jener alten Scheinherrlichkeit, und dennoch gerade sich negativ zu beweisen gezwungen ist, wie man gerade, eben weil man zur Einsicht gelangt ist, alle jene Schlingpflanzen zehren das echte Mark des sittlichen Lebens ein, im innersten wärmsten Interesse für dieses den rücksichtslosen Kampf gegen alle Verkrüppelungen und Verhinderungen desselben zu beginnen hat? Jedoch hierüber vielleicht ein anders Mal mehr, es gilt hier nicht meine Vertheidigung und nicht die des irrig sogenannten negativen Strebens; das Gesagte genügt zur Erkenntnis;, daß nothwendig jener Formenknechtschaft und Fvrmenstarrheit in Israel entgegengewirkt werden müsse, neben und zugleich mit der Befestigung der ewigen Wahrheit. Aber wie fangen wir dies an, m. v. Fr.? Dies allerdings ist die schwierige und vielseitige Frage. Daß hier der schriftstellerische Weg auch betreten werden müsse, liegt eben so klar vor, als daß derselbe bei weitem nicht ausreiche. Denn gerade diejenigen, welche der Anregung und der Erweckung, der Entwöhnung vom Fvrmendienste wie der Belehrung über den^Formglauben am meisten bedürfen, wissen sich am wenigsten durch Schriften, welche auch selten für sie

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