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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 310

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Süddeutsche Staaten [Nachricht]
Date
1837-01-01
Page
Seite 310 (sequence 9)
Language
German
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310 Nachrichten einmal das thalmudische Mmmchen lassen und führen zum Beweise an, daß er S. 119 unten die Herleitung aus dem Thalm. vermißt, welche sich doch Chagigah 18 a finde, daß er S. 120, Z. 9 den Zwischentagen des Festes — an welchen ihm gleich dem Nabb. Hirsch in Oldenburg in seiner neuesten Schrift das Stehenlassen des Bartes, selbst inrmftrm Welttheile, der „dem Kinne den Bart nicht gönnet", als besondere Zierde und Festfeier erscheint — daraus ihre Bedeutsamkeit Nachweisen will, daß dieselben Opfer für sie bestimmt seien, wie für die eigentlichen Festtage, während doch > der Thalmud selbst a. a. O. dieses Argument durch die Bestimmungen über die Neumondtage abweist. So weiß er gleichfalls S. 140 die Quelle nicht, welche Thosaphoth Chullin 110 d zu finden ist. — Die Marx'sche Buchhandlung zeigt einen sehr löblichen Eifernder jüdischen Litterattir cmen Aufschwung zu geben; ob sie jedoch die dazu geeigneten Verlagswerke übernommen hat, will Mancher bezweifeln. Die hebr. Bibelausgabe wird theuer und hat keine besondere Vorzüge; die Geschichte des israel. Volkes (?) für Schulen von dem Cand. Millstätter, an sich ein zweckmäßiges Unternehmen, ist eigentlich ein Auszug aus Iost's Geschicktswerk, ohne aber die Hinzufügung von Irrthümern und das besonders unangenehm auffallende wörtliche Abschreiben aus diesem wie aus andern Werken zu vermeiden, und ohne das Merkchen für die Schule — denn von einer Benutzung desselben für's Selbststudium, wovon der Titel gleichfalls spricht, kann natürlich kttne Rede sein —.recht brauchbar zu machen. Von zwei umfassenden neuen Unternehmungen desselben Verft's, einer Predigerbibliothek und einem Religionsbuche, sind Ankündigungen da; das Schicksal derselben ist mir unbekannt. In bürgerlicher- Beziehung stehen die Sachen noch auf ihrem früheren Standpunkte, und was von dem Zusammentritte der neuen Ständeversammlung .zu erwarten ist, bleibt dahingestellt. In neuerer Zeit wurde ein angesehener jüdischer Banquier, Herr Kusel in Karlsruhe, zum Obmann des Bürgerausschusses daselbst, dessen Mitglied er auch schon früher war, einstimmig erwählt. — Die Stadt zählte im I. 1833, unter einer Bevölkerung von 20,380 Einwohnern, 1069 Juden. Nachschrift, 28. Aprll. Wir haben nur noch hinzuzusügen, daß Herr v. Gustav Weil, bekannt durch seine Reisen im Oriente und Herausgeber der „goldnen Halsbänder" von Samaschari, Custos bei der Bibliothek zu Heidelberg geworden ist. — Die erledigte Klausprimatur in Mannheim istHrn. Cand. Rosen selb daselbst, der bis jetzt schon an der dortigen Schule unterrichtete, übertragen worden, während Herr Cand. Wagner das bisher damit verbundene Rabbinat, als seeuiickus, erhielt. — Von der Marr'schen Bibel ist nunmehr der Pentateuch beendigt; es mangelt dem Drucke, vorzüglich der Vocale und Accente, etwas an Schärft.

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