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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 309

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Süddeutsche Staaten [Nachricht]
Date
1837-01-01
Page
Seite 309 (sequence 8)
Language
German
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Nachrichten. 30S die Bestrebungen der jüd. Theologie in neuester Zeit, von Bierheim; das jüd. Schulwesen in Baiern; die Predigt in -er Synagoge, von Seligman. Außerdem finden sich dort — gleich den Aufsätzen, in gedrängter Kürze —- einige Recensionen und Nachrichten, Ueber Baden werden die Mittheilungen etwas spärlich sein; das Hauptübel siegt dort darin, daß die organischen Einrichtungen zu früh getroffen wurden. Ohne dem Institute des Oberrath es und namentlich -em Herrn Oberrathe Epstein seine Verdienste absprechen zu wollen, so ist doch die heilsame Bewegung dort eingeengt, die Rabbiner, welche 1809 und später an die Spitze gestellt wurden, haben sich mit einiger Kenntniß der deutschen Sprache und mit dem Umstande, mehren Collegien auf der Universität beigewohnt zu haben, begnügt, finden aber ihre Hauptaufgabe im Befestigen des Herkömmlichen, und so sind nun die-von ihnen abhängigen Prüfungen der Neuanzustellenden und die organischen Verordnungen für das ganze Land — deren einige, und gerade die zweckmäßigeren, nicht einmal beachtet werden —, welche ihrer Approbation bedürfen/ nicht förderlich. Das Schulwesen freilich ist in gutem Zustande, und Dies ist von Negierungsmitgliedern bereits öffentlich anerkannt worden; aber im Uebrigen sieht Vieles trübe aus. Das neue Institut der Synagogenräthe, die jedoch, wie selbst die Bezirkssynagogen, eine blose Exekutivgewalt besitzen und dem Oberrathe in Allem untergeordnet sind, äußert hier gute, dort schlimme Folgen. In Mannheim z. B. ist man hiedurch beflissen, jetzt eine zweckmäßige Synagogenordnung einzuführen, wie schon Herr v. Rabb. Levi in Gießen bei seiner Anwesenheit in Mannheim durch eine daselbst gehaltene Predigt (11. Juli 1835) — sie ist im Drucke erschienen — darauf kräftig hinwies; hingegen mißbrauchen dieselben an andern Orten ihre den Rabbinern coordinirte, ja - zum Theile superordinirte Stellung dazu, die besseren Vorschläge der Rabbiner zurückzuweisen. Ueberhaupt ist in unserer Zeit eine zu große (Zentralisation der Gewalt für die jüdischen Verhältnisse vom Nebel; strenge Prüfungen und umsichtige Wahl, wachsames Auge von Seiten der Behörden sind heilsam, aber Einengung und ewige Eontrolirung hemmen jede freie Thätigkeit. — Eine Consirmation in Carlsruhe durch Herrn Lehrer Rosenfeld wird gerühmt; die Besetzung der sogen. Klausprimatur. ist, so viel wir wissen, noch nicht entschieden; die Umwandlung dieser Anstalt in ein theologisches Seminar, wofür Herr Eand. Wagner einen den Umständen angemessenen Plan einreichte, scheint jedoch keinen Anktang beim Oberrathe zu finden. Die Merarische Thätigkeit in diesem Lande entspricht wohl meist diesem Zustande; von einer Schrift des Rabb. Löwenstein ist in diesen Blättern bereits Nachricht gegeben worden. Es ist daselbst von der dunkeln Flamme dieser Leuchte gesprochen worden; Andere möchten dem Perf. jedoch auch nicht

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