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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 303

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Süddeutsche Staaten [Nachricht]
Date
1837-01-01
Page
Seite 303 (sequence 2)
Language
German
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Nachrichten, 3V3 werde, Mißbräuche entfernt, tüchtige, durch Kenntnisse wie Gesinnungen wie Redlichkeit ausgezeichnete Lehrer der Jugend und des Volkes gewählt/ daß Institute zur Beförderung der Bildung und zur Erleichterung der Wahl eines gewerblichen Berufes von der Jugend errichtet und unterstützt werden: Dies ist es, was überall verlangt werden darf und muß, und wir begrüßen einen jeden Schritt in diesem Sinne freudig, trauern aber über die vielen Mißgriffe, Zeichen der Gleichgültigkeit und — des Rückschrittes. - Beginnen wir mit einem Lande, welches schöne Hoffnungen an die Hand giebt, mit Württemberg. In jenem Lande, in welchem die hochherzige Regierung schon im Jahre . 1828 aus eigenem freiem Amtriebe mit dem würdigen Beispiele einer, der vollen Emancipation sich sehr annähernden/Besserstellung der Juden, und zwar damals unter großem, schwer zu besiegendem Widerspruche von Sekten vieler Ständernitglieder, vorging, schreitet die Regierung mit Sicherheit ihrem Ziele entgegen, und die öffentliche Meinung hat sich nun völlig zu Gunsten dieser Bestrebungen umge- Mndelt. Bei der am 23. Mai Statt gefundenen Berathung der am 7. März vom Abg. Menzel entwickelten Motion: „die Regierung zu bitten, das glücklich begonnene Werk der Juden- Emancipation fortzusetzen", trugen die Reden der Abgeordneten sowie des Vorstandes des betreffenden Ministeriums, des Staatsr. v. Schlayer, das wahrhaft erhebende Gepräge der größten Vorurtheilslosigkeit und humanen Gesinnung. Sowohl die Regierung als die Mitglieder der Commission in der Ständekammer von 1828 hielten es nicht für überflüssig, die damaligen vorsichtigeren Maßregeln zu entschuldigen, ohne aber deßhalb auch jetzt noch, nachdem der Bildungsgang der Zeit, eben diese Maßregeln in Verbindung mit andern vortrefflichen von der Regierung getroffenen Anstalten, so Bedeutendes geleistet hatten/ auf diesem halben Wege stehen bleiben zu wollen. Die Geistlichen der verschiedenen Confesstonen, sowohl die Prälaten v. Pahl und v. Märklin, als auch der Bischof vonRotenburg, Legten Proben eines wahrhaft religiösen Geistes mbeines Geistes gegenseitiger Anerkennung und humanes Durchdringung, der die Achtung vor solchen Vertretern der Kirche zu heben geeignetest. - Männer, die dem Schulwesen vorgesetzt sind (S ch mi d), legten das Aeugniß ab, daß die jüdische Jugend, welche sich den hohem Studien widmet, sich vor den christlichen Schülern auszeichne; Männer, welche auf Popularität hohes Gewicht legen (Pfizer und Pflanz), gestanden zwar zu, daß die Besserstellung der Juden im Jahre 1828 große Aufregung unter dem Volke verursacht habe, was sie bedauert, daß aber die damals von diesem . Gesetze befürchteten Nachtheile nicht eingetreten seien, und daher mit der Gleichstellung jetzt soweit zu gehen sei, als nur die Verfassung erlaube, und dabei weder der Ladel einer gewissen Partei noch die Vorurtheile des Volkes zu

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