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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1837-01-01 · Heft 2 · p. Seite 253

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1837
Issue
Heft 2
Article
Chaldäische Sprache und Litteratur [Rezension]
Date
1837-01-01
Page
Seite 253 (sequence 8)
Language
German
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Chaldäksche Sprache und Litteratur. Zunz. 25S Die Abfassungszeit unseres Thargums zu den Hagivgraphen ist offenbar noch später als dessen zu den Propheten zu sehen. Zwar ließe sich auch hier der Anknüpfungspunkt der öffentlichen Übersetzungen finden, da sowohl von hagiographischen Stücken, welche an de» Nachmittagen des Sabbathes zu lesen seien, die Rede ist (vgl. oben), und diese wohl auch übersetzt werden mochte», als auch ausdrücklich einer öffentlichen Uebersetzung der Hallel-Psalmen und des Buches Esther gedacht wird *); ebenso kennt auch der Tract. Sopherim die Einrichtung, die Klagelieder öffentlich zu übersetzen. Dennoch war das Thargum zu wenig in der älteren Zeit bekannt, als daß man so hoch hinauf damit gehen dürste, und selbst Raschi kennt blvs das einzige Thargum zu Esther Bon Daniel, Esra (und Nehemia) hat sich bis jetzt noch keine Spur eines Thargums gefunden; von der Chronik besitzen wir zwar nnn ein solches, das aber allen älteren Autoritäten fremd geblieben ist. Außer den genannten drei Büchern jedoch kennt Aruch das Thargum zu alten Hagiographen und führt es auch schlechtweg unter daher in früherer Zeit ei» Prophetenstück als Haphtarah gelesen werden konnte, das bei uns nicht dafür benützt wird. — DaS S. 79, A. b eitirte suranische T. wird, wie der Verf. bemerkt, erläutert durch das von Ephraim aus Bonn in einem Machsorcomm. ms. citirte T. zu nhtr» *) Megillah 21 b. Wenn Räfchi dort sagt: ülÄNN (pMNv) ^8 so ist wohl der Sinn nicht, es gebe gar kein Thargum derselben, wie es auch Thvs. zu verstehen scheint, sondern man übersetze sie nicht öffentlich, da ihm ein Thargum zu Esth. doch gewiß bekannt war. **) Vgl. S. 64, A. st- In der einzigen Stelle Ps. 74, 19. gedenkt er des Ps.-Thargum und zwar unter dem Namen des Jonathan; aber schon diese Benennung zeigt, wie der Vers, bemerkt, daß es ein Zusatz zu Raschi ist, da nur Schriftsteller vom 14. Jahrh. an auch hier wieder Jonathan verschieben. Uebrigens stimmt auch die Anführung nicht mit unsem Ausgaben, und ein Theil fehlt in dem 1. Breithaüpt'schen Manuskripte.

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