Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Chaldäische Sprache und Litteratur [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 247 (sequence 2)
- Language
- German
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1 § 1 Chaldarsche Sprache und Lttteratur. Zunz. 247 erhaltenen Bruchstücke zu dm uns. in den.Ausgaben vvrliegenden, zwei Gestalten desselben ist nach dem bisher Angeführten klar geworden. Die Entstehung dieser zwei ver- 'f schiedenen Recensionen jedoch erklärt sich aus der gleichfalls schon erkannten Eigentümlichkeit der Thargnme im Allgemeinen und des in Rede stehenden insbesondere; da nämlich diese neue Uebersetznng überhaupt aus dem Streben erzeugt wurde, nicht in den enge abgesteckteu Grenzen des alten worttreuen onkelosischen Thargums zu verbleiben, konnte auch die neue Bearbeitung die freie Bewegung der Uebersetzer nicht ganz hemmen, vielmehr erlaubten sich diese mannichfache Veränderungen, die dann auch hie und da in die Abschriften übergingen. Dafür zeugen schon die in Handschriften vorhandenen Thargume für die zwei Tage,, in welchen noch in der Synagoge übersetzt wurde * **)), welche ziemlich abweichend von unfern Recensionen lauten (und die verschiedenen Lesarten, welche schon Aruch in diesem Thargum kennt, R e f.). So sind nun auch unsere beiden Recensionen als solche im Wesentlichen übereinstimmende, im Einzelnen abweichende Abschriften zu betrachten, von denen jedoch eine blos fragmentarisch vorhanden ist, weil wohl manche frühe Besitzer der ersten Handschrift blos die Abweichungen einer andern ihrem Exemplare hinzufügten. —-So richtig Letzteres im Ganzen sein mag, so können wir doch nicht leugnen, daß auch manche Zufälligkeit bei diesen Fragmenten gewaltet haben muß. In manchen Abweichungen nämlich zeigt sich eine sehr durchgreifende Consequenz zweier verschiedener Uebersetzer, indem ein hebräisches Wort an allen Stellen, wo es verkommt, von einem jeden ans seine eigene Weise übersetzt *) Zu S. 70, A. e ist noch zu vergleichen Heidenheim in seinem Crcurse zu den Zehngeboten am Ende des zweiten Theiles seiner Pentateuch-Ausgabe. **) Vgl. u. d. W. 'N'DN u. ÜVdr um r.