Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Judenheit und das Judenthum
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 11)
- Language
- German
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Bedenken eines Laien. 171 aussprechen und zu diesen sorgfältigern Untersuchungen anregen. Der Zwiespalt ist vorhanden; besser, er trete offen und im Zusammenhänge hervor, als in einzelnen Acten der Individuen; besser, er werde zu gründlicher Ausgleichung vorbereitet als in lauter Flickversuchen verdeckt; besser, er werde ein Mittel zum Fortschritte, als eine Veranlassung zum gänzlichen Verfalle. II. Beiträge zur Beurtheiluug des Thalmuds. (Fortsetzung.) Es folgen hier nur zuerst die Entscheidungen, von welchen der Thalmud sagt, sie seien Gemara, und die man deßwegen für traditionell halten will, Nasir 4, d wird gesagt, daß, wenn Jemand über sich nimmt, die Enthaltsamkeit Simsons zu beobachten, er sich an Todten verunreinigen dürfe, weil auch Simson sich an Todten verunreinigt habe, und da für diesen Umstand vergeblich ein Beweis in der Schrift gesucht wird, so heißt es, Dieß sei Gemara. Hierunter ist natürlich nicht zu verstehen, daß'die Gesetzbestimmung selbst überliefert sei, sondern der Umstand, auf den sie sich gründet, und der lange Zeit nach der Offenbarung Statt hatte, sei durch Ueberlieferung bekannt, und es läßt sich dadurch beweisen, daß der Ausdruck Gemara durchaus nicht gleichbedeutend ist mit von Gott hergeleiteter Tradition. Dieser Meinung ist auch Maimvnides unstreitig. — 2) Baba Kamma ch7, b wird bestimmt, daß, wenn ein Thier mit dem Fuße etwas fortschleudert und dadurch einen andern Gegenstand beschädigt, der Eigenthümer des Thieres die Hälfte des Schadens ersetzen muß. Da sich von dieser Bestimmung, die übrigens bestritten wird, kein plausibler Grund angeben läßt, so heißt es zuletzt, sie sei Gemara. Wir bemerken bei dieser Gelegenheit, daß dieser Ausdruck