Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Baiern [Nachricht]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2929020-2929031-2929033--1609-2930898- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
139 Nach r i cht e n. Schriftchen des Candidaten S. Herzog, dessen Titel schon sehr sonderbar lautet: Die Beantwortung der vier Fragen von den Israeliten im Nheinkreise (Mannheim 1836-XU >i. 48 S. 8.). Man findet darin einige bei der Versammlung gehaltene Reden, die Zusammensetzung der Ausschüsse und den Lauf der Verhandlungen, aber in fehlerhaftem unerquicklichem Style und in höchst schwankenden Ausdrücken.-7- Ein Votum über die vorgelegten Fragcpunkte gab in einem Schriftchen der achtbare Herr M. Berliner in Mannheim ab (die Israel. Notabeln zu Speier. Erörterung einiger, ihren Berathungen zum Grunde gelegten Fragepnnkte. Mannheim, b. Hoff. 23 S. 8>). Es ist dasselbe in ernstem, wohlmeinendem Sinne geschrieben, wenn es auch die Berathungen nicht sehr gefördert haben mochte; jedenfalls verdiente es den hämischen, niedrigen und versteckten Angriff des V. Guttcustcin in Heidelberg in der Didaskalia nicht, welcher, wie es heißt, persönliche Absichten hiemit verband und, nachdem ihm das Schild der Anonymität entrissen und eine Jnjurienklage gegen ihn eingclcitct wurde, noch mit ähnlichen Angriffen in acht andern Zeitungen drohte. Der Angriff wurde übrigens von Herr, v. Rehfuß in Heidelberg würdig abgewiesen.— Eine andere traurige, höchst abnorme, durch diese Versammlungen hervorgernfcne Erscheinung ist das sinnlose Schriftchen: Das Jsraelitcnthnm in seiner Würde und Bürde. Erstes (der Vers, bedroht uns mit noch mehren) Sendschreiben an die Theologen von Hermann Stern (Lehrer in Heydingsfeld. Würzburg 1836« VIII. und 80 S. 8.). Ich habe schon oben bemerkt, wie die Würzburger Regierung durch die Häufung der ungeeignetsten Fragen den Berathungcn einen widerwärtigen Charakter aufgedrückt hat^ und selbst eine intelligentere Versammlung, als die dortige war hätte sich in Widerspruch mit den daraus hervorgehenden Absichten der Regierung setzen müssen. Aber siehe da, es fand sich nun doch Einer, der in kriechender Glcißnerei sich ganz denselben schmiegen wollte. Da wird denn bewiesen, das; der wahrhaft gläubige Jude die Dreieinigkeit glauben, den Sabbath auf den Sonntag verlegen müsse; kurz es wird Ihnen Alles bewiesen, was nur irgend von einer Seite her zu wünschen ist. Dient cs