Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- Baiern [Nachricht]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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137 Nachrichten. Ehe ich nunmehr zur Betrachtung über die Hoffnungen, zn welchen diese Versammlungen berechtigen, übergehe, muß ich noch über die mir zu Gesichte gekommenen, durch diese Angelegenheit veranlaßtcn Druckschriften berichten. Die Versammlungen wurden an den meisten Orten durch einen feierlichen Gottesdienst eröffnet; von den dabei gehaltene» Reden sind die des Hrn. v. Löwi und des Hrn. v. Aub im Drucke erschienen. Die erstere, „die Gefahr, von welcher unsere Religion bedroht wird (Text Pf. 119, 126)" 25 S. 8., verbindet die Vorzüge, welche eine Gelegenhcitspredigt auszeichncn --- Wärme Und unmittelbare Hinleukung auf einen vorliegenden Gegenstand —, mit denen eines wohlgeordneten Kauzelvortragcs. Der erste Theil schildert die Gefahre» als innere-— a) ängstliches Anhängen an das Herkömmliche, 1«) Schciuheiligkcit, v) Jndifferentisinus und ä) verächtliches?) Anmaßung der Vernünftelci gegen die Rechte des Glaubens, welche letzte Abthcilung Unklar gehalten ist — und äußere — ») die absondcrnden ReligionSvvrschriften erzeugen durch die neue Gestaltung dev bürgerlichen Verhältnisse Gefahr für die ganze Religion; 6) nicht minder die Fortschritte der wissenschaftlichen Forschung und «) die Proselytenmachern anderer Neligionspartcien, welche letzte Uutcrabtheilung von zu geringer Bedeutung ist, während die crsteren, höchst bedeutenden, keiner ganz klaren Durchführung sich erfreuen. Der zweite Theil gicbt die Mittel an, durch welche diesen Gefahren vorgebengt werde (was freilich nicht in dem Thema liegt): ») dadurch, daß Israel mit seiner cig. Bestimmung vertrant gemacht, b) die Jugend in der Religion wahrhaft belehrt, ch der Gottesdienst veredelt, st) gegenseitig zur Gemeinnützigkeit angeregt und «) die Eintracht in Israel erhalten werde. Die ganze Rede, obgleich von Vorsicht zeugend, ist ein neuer Beleg für die edle Freisnnngkcit nicht minder als für den frommen Ernst des Redners. Der Ertrag der Rede ist für den Ersatz der Reisekosten der Lehrer bestimmt gewesen. — Die Rede des Hrn. I). Aub „die Bestimmung Israels" (Text 2 M. 19, 5 n. 6) 22 S. 8., in mehr belehrendem Tone gehalten, reich an Gedanken, entwickelt in ihrem erste» Theile diese Bestimmung Israels vor allen Völkern, das ausschließliche Eigen-