Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1837
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1837-01-01
- Page
- Seite 102 (sequence 12)
- Language
- German
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102 R e c e n s i o n e m strengen Kritik geflissentlich nach Flecken und Makel sucht. Pur noch einige flüchtige Bemerkungen. Mr die Diction! Diese ist in der Regel würdig und -echaben, und wenn sie zuweilen Ln zu hohe Sphären siG^A Mgew und an poetische Darstellung zu gränzen scheD( sn Möchten wir auch mit dieser uns lieber befreunden, KkU,daß wir einen prosaisch - flachen Styl, ohne WäWne- und ohne Innigkeit, wie er uns oft, in andern homiletischen Leistungen begegnet, wünschen. In der Wahl der Sprachformen und einzelner Ausdrücke sind wir jedoch manchmal auf Harten gestoßen, die unser Sprachgefühl verletzt haben. Einige wenige Beispiele mögen genügen. „Wir wollen zum Anfang beim Anfänge stehen bleiben" (S: 4); „beim heidnischen G ötterthuMe (?)" (24); „weder auf Kleid und (noch.auf) Mienen sehen" (66); „sie werden recht tüchtig zu Recht gesetzt" (20); „ich will euch mitten in-den Auftritt führen" (126); „solches Hochglück" (136): „sind umhergegangen und (haben) gelacht « . . und gelacht" (163); ausländische Glückseligkeit (186); „wenn einem unbiblischen Hörer ein so langer — Text gelesen wird" (229). Auch die Bilder sind nicht immer gewählt. — Wo so viele anerkannte Vorzüge sich geltend machen, da ist uns auch wohl der Wunsch gestattet, daß die fehlenden, welche dem Hrn. Verfasser seinen Geisteserzcugniffen hinzuzufügen, gewiß so leicht lst: größere Bündigkeit , mehr logische Schärfe und größere Reinheit in den SprachformeN, durch eine etwas größere Aufmerksamkeit uns künftig gleichfalls dargeboten werden möchten. Bernhard Wechsler.