Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Hamburg [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 599 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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N a ch r ich te n. 299 cheS belebt und ausdauernd macht; cS ist ein Zeichen der bereitwilligen gegenwärtigen öffentlichen Anerkennung,-- welche die Strebenden ermuntert und neue Kämpfer in die Schranken ruft, es ist ein Zeichen der Vereinigung Vieler in derselben Gesinnung und demselben Streben, und als solches ist mir die heutige Feier vor Allem werth und theuer u. s. w." Der Eindruck, den das Ganze hervorgerufen, war unverkennbar, und würde, wenn es der Beweise bedürfte, aufs Neue Zeugnis; ablege», daß wir, trotz aller Bedrückung, nicht unterdrückt, trotz aller Erniedrigung, nicht niedrig geworden; wir treiben Gottes Werk, und der göttliche Geist der Wahrheit, der Freiheit und der Liebe hat sich in unser Herz gerettet und mehr Leben in »ns erhalten, als Tausende von Denen besitzen, die uns längst in ihrem Dünkel zu den Leichen zählen. — Am Abende desselben LaqeS wurde dem Scheidenden ein Festmahl veranstaltet. An Toasten, der Feier angemessen , fehlte es nicht. Viele derselben waren in-der That sinnig und standen in genauer Beziehung zu dem Helden des Tages. So brachte z. B. einer unsrer würdigsten Männer, nach einer passenden Einleitung, einen Toast auf das Wohl des Kurfürstenthums Hessen, seiner Bewohner und seiner würdigen Volksvertreter, auf das Wohl des Kurfürsten und seiner Familie, aus das Wohl der fetzigen und zukünftigen Bewohner Bockenheims! Ein Jugendfreund Ricssers bracht« die Gesundheit der würdigen Familie desselben ans, und so mehre.— Auf den Toast, der dem Hrn. v. R. selbst gebracht wurde, antwortete derselbe in schöner Weise und brachte als den geeignetsten Dank den Trinkspruch aus: „Politische und religiöse Freiheit über den ganzen Erdkreis, die bürgerliche Gleichstellung der Juden in unserm ganzen deutsche» Vaterlande!" Dem deutschen Vaterlande selbst brachte ein vielbegabter Jugcndlchrer einen Toast. (Oester reichische Staaten). Es wäre zu gewagt, ein anschauliches Bild von dem religiösen Leben unter den Juden dieses weiten Reiches, das Länder von den verschiedenartigsten Sitten und Bildungsstufen in sich saßt, liefern zu wollen; blor Skizze möge daher die folgende Zusammenstellung mehrer wich-