Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Hamburg [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 595 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten. 59Z Dinge Noth: die erleuchteten Rabbiner müßten, wenn die Bibel erscheint, bei ihren Gemeinden »Nd ihren Religionsschnlen dieselbe einführen und zu dem Ende ihren Einfluß insoweit geltend machen, daß sie auch zu einer Anzahl Unterschriften verhelfen; die .wohlthätigen Neichen aber müßten, jeder nach seinem Maße, dem Herausgeber eine angemessene Unterstützung liefern, wofür sie dann freilich über eine größere oder kleinere Quantität Exemplare disponiren könnten. So dürfte wohl, trotz dem Mangel an Bibelgesellschaften unter »ns, dem sehr fühlbaren Bedürfnisse einer wohlfeilen Uebersetzung aller heiligen Schriften der Israeliten abgeholfen werden. — Möchte dieses Unternehmen recht reiche Unterstützung und Beförderung finden! (Hamburg, 27. April.) Schon seit mehren Monaten, sobald man dessen gewiß war, daß unser Gabriel Riesser uns verlassen wird, bildete sich, von dem eigenen Herzen aufgefordert, ein aus sieben wackern Männern'bestehendes Commitee, ein für denselben angemessenes Ehrengeschenk anzuordnen und einzulciten, das dem trefflichen Streiter für Recht und Freiheit, bei seinem Scheiden überreicht werden sollte. Da das Commitee nur Das zur Sprache gebracht, was Hunderte der Bessern gefühlt und gewünscht, so sah man sich, in pecuniarcr Hinsicht, bald in den Stand gesetzt, zur Verwirklichung jener Idee zu schreiten; durch ciue goldene, ihm zu Ehren geprägte Denkmünze sollten sich die'Wünsche und Empfindungen Derer veranschaulichen, die es mit der Freiheit und Denen, die für sie reden und kämpfen, ernstlich meinen. Herr Professor Oppenheim in Frankfurt gab zu der Medaille die sinnreiche Idee, und der in seinem Fache nicht minder ausgezeichnete Hr. Loos in Berlin brachte sie auf sehr meisterhafte Weise zur Ausführung. Die Hauptseite der Denkmünze zeigt uns eine von einer Strahlenglorie umgebene, auf einem Throne sitzende Mutter, die an ihren Brüsten zwei Kinder nährt: es ist diese freigebige Mutter keine andere, als die — Liebe, alle Menschen mit gleicher Sorge und Zärtlichkeit umfassend. Der Mutter zu beiden Seiten, sieht man das israelitische und das christliche Religion sssekenntniß im Bilde zweier weiblichen Figuren dargcstellt- 38 *