Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Hamburg [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 594 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929030--1433-2930699- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
594 Nachrichten. einer boshaften Vorrede dazu geliefert. Man sieht ferner Hartmann's Antwort entgegen und. wünscht, daß Herr V. Salomo » dann nochmals entgegnen und sich nicht an die Hinzufügung „und letztes," die er seinem zweiten Sendschreiben beigegeben hat, strenge binden möge.'— Von einem andern Unternehmen aber dieses rüstigen Mannes, dessen gedeihliche Ausführung sehr wünschenswert!) ist, und welchem die vielseitigste Unterstützung gebührt, sowie eS sie zur Verwirklichung in Anspruch nehmen muß, muß ich Ihnen für die Zeitschrift »och nähere Nachricht geben,, damit die Aufmerksamkeit schon frühzeitig darauf gelenkt werde. Herr v. Sa» lomon beabsichtigt nämlich, eine Uebcrsetzung der Bibel für Schule und Haus ausznarbeiten; der Preis dieser „Volks- und Schulbibel" soll, bei einem Umfange derselben von 70 bis 80 Bogen, nur einen Thaler betragen, und die Armen sollen dieselbe ganz unentgeltlich erhalten. Wie sehr die Verbreitung der Bibel unter alle Volksclassen Noth thut, zeigt sich immer mehr, und nur dadurch läßt sich auf der einen Seite der religiösen Gleichgültigkeit, mit der man so häufig, aus gänzlicher Unkenntniß, die großartigen Prophctenworte bespöttelt, sowie auf der andern Seite dem Wahne, daß jeder Mißbrauch durch die Bibel seine Sanctivn habe— ein Wahn, der unter den Unwissenden noch gar oft ange» troffen wird —, nur dadurch läßt sich diesen Uebelständen begegnen, wenn das Schriftwort in «ungekünstelter und ungeschminkter Darstellung allgemein zugänglich gemacht wird. Dürfen auch bei einer solchen Uebertragung die Fortschritte der Wissenschaft nicht übersehen werden; darf, ferner Ungelcnkigkeit derselben die ästhetische Seite der Schrift nicht verunstalten: so geht das Unternehmen doch nicht aus der Absicht hervor, für die Wissenschaft der Exegese einen Beitrag zu liefern oder in der UebcrsetznngS. kunst einen neuen Versuch zu machen. Nebrigens dürfen wir getrost auf die Kenntnisse und das Talent deS Hrn. Uebersetzers vertrauen, und sicher fein, daß er/ebenso wie er alle neuen dargebotcuen Mittel zu benutzen versteht, auch manchen neuen schätzbaren Wink geben wird. Jedoch ist, wie gesagt, Dies hier Nebenzweck, und Verbreitung unter Groß und Klein, Vornehm und Gering, ist hier Hauptabsicht. Daß dieser Zweck erreicht werde, thn» zwei