Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Hamburg [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 592 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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593 Nachrichten. Besseres berichten zn können, aber cs ist so, und zum Besserwerden ist nicht die geringste Anssicht vorhanden. Freilich Herr B. sucht sich und Andere zn bereden, systematisch--geordnete Vortrage beim Israelitischen Gottesdienste gehörten zu.den unfrommen Neuerungen und stifteten mehr Nachthe.il als Vortheil u. s.w. Die an der Spitze der Verwaltung stehen, müssen wohl eben so indolent, als der geistliche Beamte, und vermNthlich theils aus ZIrbisse re ntisteir, theils aus Hy per» rthodo.ren, also ans den feindlichsten Elementen einer kirchlichen Reform, zusammengesetzt sein. Hätte uns der Herr nicht in dem neuen Israelitischen Tempel einen würdevollen Gottesdienst erhalten: so würde unser sittlich-religiöser Tod nicht lange ausbleiben können. Nächstens statte ich Ihnen auch über dieses Institut einen ausführlichen Bericht ab, und Sie sollen sich über meine Offenherzigkeit nicht zu beklagen haben. Ueber die Schulanstalten, die in der hiesigen Gemeinde eMiren, kann ich Ihnen mehr Erfreuliches sagen und gerne flüchte ich mich zu den Pflanzstätten des werdenden Geschlechtes, wenn die Welt der Erwachsenen nichts Anziehendes für mich hat. — Die hiesige Gemeindeschule, die den Namen Lhalmud- Thora führt, hat unter der Leitung des Hrn. Bernays (8UIIIU euigus!) bedeutend gewonnen und durch dessen Einfluß und thätige Mitwirkung eine wissenschaftliche Tendenz erhalten, und Disciplin und Unterricht dürfen zweckmäßig genannt werden. — Die Freis ch n le — die ebenfalls einen jährlichen Zuschuß aus der Gemeindecasse erhält, mithin einen öffentlichen Charakter an sich trägt — darf sich unfern bessern Schulanstalten Deutschlands zur Seite stellen. Die Schule hat einen Oberlehrer, zur Zeit in der Person des Hrn. D. Kley, und besitzt in dem zweiten Lehrer der Anstalt, dem Hrn. D. Wohlwill, einen Mann, zn dessen Besitze jede Schulanstalt, sie mag das Prädicat „bürgerlich" oder „gelehrt" an sich tragen, sich gratuliren darf. Jüdische Schullehrer und ^Theologen wird dieses Institut indessen schwerlich Hervorbringen, da die Schüler von der biblische» Literatur wenig, von der rabbinischen gar Nichts ver-