Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Frankfurt a. M. [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 575 (sequence 2)
- Language
- German
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Nachrichten. 375 >mangreifbare Fonds belief sich Ende 1835 auf 2412 Gulden 36 Kreuzer. —- Ich muß, obgleich spät, noch auf die nun, Gottlob, ins Meer der Vergessenheit versenkte Anklage gegen die Juden und das Judenthum, als stünden sie in einem revolutionären Zu. sammenhange mit dem s. g. jungen Deutschland, zurückkommen. Die Sache ist der Geschichte anheimgefallen, bleibt aber in der Geschichte der Humanität eine interessante Thatsache. Es ist fast lächerlich, mit welchen verschiedenartigen und verschiedcngcstaltigen Beschuldigungen man in jedem Zeitalter gegen die Juden auftritt; es ist aber nicht nur lächerlich, sondern auch ein wichtiger, traurige Betrachtungen veranlassender, Beitrag zur Geschichte der Verirrungen und hartnäckigen, die Gewandtheit des Pwteus verrathendcn, Vvrurtheile des menschlichen Geistes. — Sie wissen, daß Menzel und das Berliner politische Wochenblatt sich in die Ehre dieser in neuer Gestalt —- natürlich nach dem Bedürfnisse des Zeitgeistes — hervortretenden Verketzerungen theilcn; daß die Schaar der Nachbeter nicht fehlte, die mit Gierde den Ausdruck wiederholten, ein junges Israel arbeite an der Untergrabung des Chrr'stenthums und der Sittlichkeit — zweier schon längst als synonym gebrauchten Wörter —, versteht sich von selbst. Einem Manne, wie Hengstenberg, ist es da gewiß nicht zu verargen, wenn er ini Decemberheste seiner „evangelischen ,Kirchenzeitnng" bei Be. urtheilung des Mundt'schen Denkmals der Charlotte Stieglitz sich vernehmen läßt, die Verstorbene habe in ihrem überspannten Haschen nach Geist natürlich die Schriften von „Juden und Judengenossen" sehr gerne gelesen; nun, in jüdischen Schriften findet man freilich nicht viel von der Gnade, die den entarteten Menschen, der durch eigene Kraft, wegen der ihm ein. gepflanzten Erbsünde, sich nicht bessern kann, ja auf Selbstbessenmg gar keinen Anspruch machen darf, ohne sein Zuthun wieder zu sich cmporzicht. Am Drolligsten aber sprach sich gewiß der Director Bach in Fulda, bei der Beurthcilung des Schristchens: „Andenken an... Snell... von Fricdemann" in den neuen Jahrbüchern für Philologie B. XV, H. 4 S. 51 ff. aus. Snell hatte nämlich in einer, in jenem Schriftchen abgedruckten, Rede