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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 558

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Nachträgliche Bemerkungen zum ersten Bande dieser Zeitschrift [Nachricht]
Date
1836-01-01
Page
Seite 558 (sequence 6)
Language
German
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558 Nachträgliche Bemerkungen. heit, mit welcher Serachiah gegen den Fezer Lehrer auftrat, verdroß, nicht minder als den spätem Nachmanides, seinen Zeitgenossen und Landsmann Abraham den David, den wir nämlich nicht in Castilien, sondern in der Provence zu su, chen haben. Dieser, wahrscheinlich junger, als Serachiah, aber nicht von minder ausgebrciteter thalmudischer Gelehrsamkeit, wovon schon seine vielen Commcntare zu thalmudischen Trac« taten — von denen unter uns blos der zu Siphra, Edujoth und Thamid näher bekannt sind — Zeugniß geben, verband mit Hochachtung gegen die Alten kräftige Selbstständigkeit, aber auch große Geringschätzung der Zeitgenossen, hohe Meinung von dem eignen Wissen und Heftigkeit deS Charakters. Auch er hatte zwar sich nicht enthalten können, manche Gegenbemerkungen zu Isaak den Jakobs Halachoth zu machen (sie finden sich Themim Deim Nr. 227— 239), bevorwortete dieselben*) aber mit übermäßiger Bescheidenheit; den Anfang seiner Worte liefert bereits Zunz a. a. Orte S. 309, A. 25, welche daher nicht einen Beweis liefern von seinem eigenen Geständnisse, daß er in den Wissenschaften nicht wohl bewandert sek, indem dort blos von Thalmudkenntniß die Rede ist und die Worte eine gar,nicht so ernstlich gemeinte, blos in Bezug auf Denjenigen, den er nun seiner Kritik unterwarf, ausgesprochene, bescheidene Gesinnung enthalten. Er fährt daselbst fort: "So bin ich allerdings nicht gelehrt und lege die Hand auf den Mund, da weder Verstand, noch Rede da ist. Dennoch dachte ich, man werde mich für einen schweigenden Thoren halten, der zwischen Gutem und Bösem nicht zu unterscheiden weiß; deßhalb öffnete ich doch meinen Mund zur Rede, vielleicht sitze ich dann wenigstens in der Tiefe, falle wohl zuweilen, siege auchzuweilen. Ich bemerkte nämlich in den Halachoth des Lehrers Dinge, welche mir unverständlich sind, möglich, weil meine Augen es ') Wahrscheinlich begann er mit dem Tractat Khethuboth, wobei dieses Vorwort steht, obgleich in dem gedruckten Eremplarr dir Bemerkungen nach der Folge der Tractate geordnet sind. —

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