Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Geschichte [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 518 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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518 Recensionrn. der Keimtniß des Hebräischen und Rabbinischen fehlet und der Einblick in die Werke selbst es ihm nicht möglich macht, sich ein anschauliches Bild des geistigen Zustandes der Inden zu entwerfen, findet dieser kritische Tact keine hinlängliche Beschäftigung.— Die gefällige Darstellung jedoch sowie der humane Sinn des Vfrs. wird dem Buche manchen freundlichen Leser erwerben. G. 3- Neunzehn Briefe über Judenthum... Herausgcgeben von Ben Usiel. Altona, Hammerich 1836. VIII u. 111 S. 8. Zweiter Artikel. Vom zweiten Briefe au wird uns eröffnet, wie Napbtali seinen Freund über die beengenden Zweifel erhebt und welchen Weg er zu dessen Belehrung wählt. Lassen wir zuerst das Princkp der Menschenbestimmung — beginnt Naphtali — nach welchem in der Anklage das Judenthum beurtheilt wurde — Glückseligkeit und Vollkommenheit — dahingestellt, soviel sich auch etwa gegen dieses Princip sagen ließe, und erkennen wir zuvor, was wir danach beurtheilen wollen, nämlich das Indenthum selbst; vielleicht ergiebt sich dann auf dem Wege dieser Untersuchung auch eine andere Ansicht über Mensch enbestimmung. Wollen wir aber das Judenthum erkennen, so müssen wir es natürlich aus seiner Quelle kennen lernen, aus der "Thauroh"; ist und bleibt sie einzige Erkenntnißquelle für die Lehre, welche daS Judenthum einschließt, so wird sie uns auch bekannt machen mit dem Zwecke, den es als geschichtliche Erscheinunghat. (S 6.7.) Mo "Jkssroei'l wollen wir kennen lernen, lernen Inhalt und Bedeutung dieses Namens, den wir durch Geburt tragen, was als solche lals Israeliten) wir sind und sollen." Um jedoch die Erscheinung Israels im Zusammenhänge mit allen Welterscheinungen zu begreifen, muß uns zuvörderst Zweck der Welt, der Menschheit insbesondere, der Weg, welchen sie zur Erreichung ihres Zieles zu durchlaufen hat, also