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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 509

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Jüdische Geschichte [Rezension]
Date
1836-01-01
Page
Seite 509 (sequence 6)
Language
German
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Jost's Geschichte der Israeliten. 609 besonders veröffentlichen wollten. In dieser Beziehung bietet die Schrift unter Nr. 3 von Depping, der bei seinen allgemeinen Geschichtsuntersuchiingen manchen schönen Fund gemacht hat—ungeachtet seiner Unkenntniß von den inner» jüdischen Zuständen, was seine Urtheile über Thalmud und Maimonides beweisen, ungeachtet seiner Bereitwilligkeit, Fabeln aufzunehmen, wenn sie nür ein dichterisches Gepräge an sich tragen, wie die Mährchen über Raschi's Wanderung, Liebe und Tod—, manche Bereicherung, sowie auch mehre der, jetzt in großer Anzahl dem Drucke übergebenen, älteren Urkunden Beiträge liefern. Wir wollen hier, da eine umständlichere Anzeige des weitverbreiteten und überall zugänglichen Werkes nach seinem reichen Inhalte nicht am Platze wäre, blos noch Einzelnes berühren, worin wir etwas abweichender Meinung sind. Zuerst möchten wir den Titel 'in Anspruch nehmen, der die Bezeichnung der Israeliten als eines Volkes — während des ganzen zu behandelnden Zeitraumes — enthält, obgleich der Dfr. selbst von Gemeinden und Secten sprich? und im zweiten Bande S. 40 mit Klarheit und Einsicht die Umwandclung des äußern Verbandes der Synagoge von der Zeit des zweiten Tempels an in den Worten angiebt: "Die jüdische Gemeinde stellt sich nunmehr ganz anders dar, als ehemals das israelitische, einen Staat bildende Volk u. s. w." Man vergleiche dort die ganze Stelle von S. 38 an. — Ein Anderes, das für die Richtung des inner« Geisteslebens mancher Perioden und Männer dem Leser den richtigen Standpunkt verrücken möchte, ist die Versetzung der Kabbalah in so außerordentlich frühe Zeit, deren eigentliches Auftreten, sowohl als System als unter diesem Namen, wie S. 293 zum Theile selbst zngestandcn wird, erst dem 13ten Jahrhundert angehört, indem die früher erscheinenden mystischen Ansichten sehr vereinzelt dastchn und nicht blos niemals eine ganze Zeitrichtung erzeugten, sondern auch in den einzelnen Männern sich nicht zu einem Ganzen ausbildcten. Es ist daher auffallend , wenn die sagenhaft agadischen Darstellungen des "Schöpfungswerkes" oder des "göttlichen Wagens" eine Kab-

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