Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jüdische Geschichte [Rezension]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 506 (sequence 3)
- Language
- German
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568 R e c e n s i o n e n. Ausgangspunkt nimmt, deS eigentlich organischen Zusammenhanges, also des wahrhaften Pragmatismus, entbehren muß, und mit so großer Geschicklichkeit auch der Hr. Vfr. die einzelnen Ereignisse an einander reiht und sie in. ihrem Werden nnd ihren tiefem Gründen nachznweisen sucht, so macht sich doch die Anordnung und Emtheilung des Stoffes, als eine beliebig gewählte, kenntlich. Denn während der erstere Band — den wir hier von unserer Betrachtung ausschließen — mit Recht die chronologische Folge als Eintheilungsgrund betrachtet und so, in sieben Büchern, die Geschichte von der Entstehung des israelitischen Volkes bis zur Beendigung des Makkabär« krieges behandelt, führt der zweite Band dieselbe bis auf unsere Zeit nicht ganz auf gleiche Weise fort, und es wird nun mehr die Verschiedenheir der Aufenthaltsorte als Theilungsgrund betrachtet; so schon in den einzelnen Büchern, indem nach der Gtschichtserzählung des (zweiten) jüdischen Staates im achten« der zerstreuten Juden bis zur Vernichtung ihrer großen Schulen— wo ein inneres Moment als die Periode abgränzend ausgenommen wird—' im neunten und des Zustandes der Juden in astatischen Reichen im zehnten Buche — welches im Gründe den gleichen Zeitabschnitt zu seinem Ende hat, wie das vorige—, dann irn elften Buche die Geschichte der Juden unter den Moslemen, von dem Verfalle der asiatischen Schulen an bis in die neueste Zeit, und in drei weitern Büchern die Geschichte der Juden in christlichen Landern innerhalb desselben Zeitraumes, mit den Abschnittspunkten der Reformation und der ersten französischen Revolution, behandelt wird. Wenn es nun nicht zu leugnen ist, daß der Orient im Laufe dieser ganzen Periode weit stabiler, in Bezug auf seine innere Entwickelung, gewesen nnd somit das Verfahren gegen die Juden immer ein willkürliches war, mochte diese Willkür sich bald zur Grausamkeit steigern, bald zur Milde auflöseu: so steht doch erstens die innere Geschichte , welche in diesem Werke, wenn auch etwas untergeordnet, doch sehr wohl berücksichtigt wird, in den verschiedenen Bezirken in zu engem Zusammenhang'', als daß eine solche Zerreißung nicht sehr den llcbcrbl',' ,^ren sollte, uud