Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Fragmente aus dem Tagebuche eines jüdischen Laien
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 498 (sequence 6)
- Language
- German
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498 V. Fragmente aus dem Tagebuche rc. Dritte Abtheilung: 1. Hymnus: (Doppelchor), 2. Mussaph-Gesang nach dem Inhalte der Predigt (von der ganzen Versammlung gesungen). 4. Motette: Wie entfernt ich auch von dem Glauben bin, daß diese Anordnung eines neuern jüdischen Gottesdienstes allen Anforderungen genüge und die streitenden Parteien mit einander völlig aussöhnen könne, so möchte ich doch kein Bedenken tragen, ihr den Vorzug vor der heute angehörten zu geben. Stände ich dem geistreichen und begeisterten Dichter der --Gesänge Obadiahs" nahe und vermöchte etwas über seinen Willen: dann würde ich in ihn dringen, daß er in den Stunden religiöser Weihe in seine volltönende Zionsharfe greife und uns die oben genannten hebräischen Gebete in deutschen Lauten vernehmen lasse. Hätten wir erst eine solche kleine ächt-jüdische Liedersammlung (Luthers deutsches Gesangbuch von 1524 enthielt auch nicht mehr als 8 Lieder), alsdann würden die großen Compom'sten der Gegenwart, auf deren Besitz wir stolz sein können, gewiß nicht anstehen, Leben zu hauchen in diese wohlgestalteten Formen, und so eine jüdische Liturgie zu Stande bringen, des Geistes würdig, der in unseren heiligen Gesängen athmet. Warum besitzen wir noch keine jüdische Kirchenzeitung, in welcher solche Wünsche ausgesprochen werden könnten? *)- ') Indem ich jetzt die obigen, im vorigen Zabre niedörgeschriebenen Worte der geehrten Redaction dieser Blätter zusende, sehe ich den zuletzt ausgesprochenen Wunsch auf die schönste Weise erfüllt. Möchte dies auch recht bald mit den übrigen der Fall sein! Dem in Israel das Wort gegeben ist, dem muß jetzt zugerufen werden: N2MON -pbr) -n