Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Grundlehren des isr. Glaubens
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 436 (sequence 1)
- Language
- German
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li. Grundlehren des ist. Glaubens. Abschn. I. Vom Dasein Gottes. 8. 17. Das Dasein Gottes, insofern unter dem Worte Gott nichts Anderes verstanden wird, als ein höheres, über das Weltall gebietendes Wesen, ist für den Israeliten nicht ein Gegenstand der Offenbarung, sondern der mit Selbstthätigkeit erkennenden Vernunft, die sich von per Betrachtung der sichtbaren Welt zur geistigen Anschauung des Unsichtbaren erhebt. Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes« Allenthalben wird der Jsrach'te in, der h. S« auf den Schluß vom Dasein der Welterscheinungen auf das Dasein Gottes angewiesen« Die Offenbarung kann die Vernunft wohl in ihrem Glauben an das Dasein Gottes stärken, aber den präeristirenden Glauben nicht ersetzen, wenigstens kann Dies die israelitische Offenbarung nicht, wenn es sich auch denken ließe, daß ein höheres, sinnliches oder übersinnliches Wesen, durch eigne Erscheinung oder durch Wunderthaten, die Menschen vorerst mit seinem Dasein bekannt machte, ehe es ihnen seinen Willen kund that. Die israelitische Offenbarung war nicht dieser Art; das Volk wurde vielmehr voraus gefragt, ob es Willens fei, die Gebote Gottes zu übernehmen, und Alle antworteten sie, wie mit einem Munde: Alles, was der Herr redet, wollen wir thun und hören, und das erste