Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Baiern, Israelitische Kreisversammlungen [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 413 (sequence 12)
- Language
- German
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Na ch r tchte n. 413 auch nicht wissenschaftlich gebildete Männer, die aber vollkommen in thalmudisch-thevlogischer Hinsicht tüchtig seien zn Oberrabbinern gewählt werden könnten, oder daß nur der Dirigirende nnter den dreien wissenschaftliche Bildung besitzen solle, bei den beiden ander» dagegen der Nachweis über ihre Kenntniß der deutschen Sprache genüge, ferner, daß das Oberrabbinat in allen seinen Beschlüssen sich ausschließlich an die Bestimmungen des Sch ul che n Aruch und der Kasuisten zu halten habe. Vorzüglich wurde auf die Wahl durch jämmtlichc Genie indeg lieber bei allen Stellen gedrungen. — An diesen Entwurf schlossen sich die 70 aus demselben sich ergebenden Fragen. — Den 2. März wurde diese Versammlung geschlossen. — — Die Versammlung des Oberdvnaukreises (Hauptstadt Augsburg) begann am 4. Februar. Von derselben ist uns nur so viel bekannt geworden, daß man sich hier, wie im Obcrmainkreise (Hptstdt. Baireuth) und in München über drei Hauptglaubcnsartikel (nach dem- Vorgänge Alb»'s) verständigt hat, nämlich: Gott, Offenbarung, Belohnung und Bestrafung. Auch hier sollen die andern Rcligionsfragen der Generalversammlung zur Beantwortung überlassen worden sein; hingegen wurde auch hier, wie in allen bis jetzt abgehaltenen Versammlungen, die Errichtung eines Oberrabbinates als zweckmäßig anerkannt. — — Dem Zwecke am Meisten entsprechend bewies sich die Versammlung im Obermaülkreise (Baireuth). Fünf den Geist der Religion erfassende Rabbiner standen an der Spitze, und die Verhandlungen leitete der gelehrte Rabbiner der Krcishpstdt., Her« vr. Aub (Herr R. Rosenfeld in Bamberg und H. R. Stein in Burgkundstadt gehörten gleichfalls dieser Versammlung an). H. vr Aub zeichnete sich durch seine tiefeingehenden Vorträge aus, in welchen er strenge das Biblische von dem Rabbinischen schied, und daher zu Propositionen gelangte, die die äußere Form des Judcnthums mit dem belebenden Geiste in Einklang zu bringen vermögen, worin ihn die meisten seiner College» und die gebildeten Lehrer unterstützten, was auch bei den Gemeindeabgeordneten um so eher Eingang fand, als der intelligente Abgeordnete der Hauptstadt das erste Votum führte. So gieng denn fast alles Borge-