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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 399

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Hamburg [Nachricht]
Date
1836-01-01
Page
Seite 399 (sequence 5)
Language
German
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N a ch r i ch t e ». KS9 zen und euren Augen nach..., nebst einem Worte zum Andenken änDavid Friedländer" (gedr. bei Kayser mid Fränkcl 22 S.) ist am Sabbathe nach Chanukkah (10. Jan.) gehalten und behandelt nach dem Texte 4 M. 15, 37—41 das Thema: Einige Mittel gegen die Sinnlichkeit. Wir werden hier nicht daS Gerippe der Predigt in der Disposition geben, da die Hauptsache doch immer nicht dieses logische Fachivcrk- — welches freilich nicht vornehm zu übersehen ist—, sondern die Fülle und Eindringlichkeit in der Behandlung ist , und diese Eigenschaften cbc», neben dem würdigen, gehaltenen Tone zeichnen diese Predigten aus, und Leben und Sitten erhalten Nahrung. Wer wird nicht mit schmerzlichem Gefühle einstimmen, wenn der Vfr. ü. A., eine verderbliche Unsitte der neusten Zeit verdientermaßen geißelnd, den Eltern zürnst: „Es wird nicht besser werden, sondern schlimmer, solange ihr selbst es seid, welche'die Kinder so früh in die Gesellschaften einführet/ solange ihr sie solche Gesellschaften nicht nur besuchen, sondern nach dem Dorbildc der Erwachsenen selbst bilden lehret, wo Alles daraus berechnet, darauf angelegt ist , die sinnlichen Triebe zu erwecken, zu entflammen und z» steigern, lange vorher, che die Natur und die Jahre es fordern"—?— Durch die Hinweisung auf den Umgang mit lebenden Frommen, die Beschäftigung mit den Werken edeler Verstorbener und Erinnerung an sie wird auf das Andenken an Fried länder , das in ernster und gemessener Feierlichkeit angeregt wird, vorbereitet. — Die zweite Predigt: Irdisches Wohlergehn, nicht Lohn der Tugend, sondern Aufmunterung zur Tugend... nebst einem Worte zum Andenken an Seckel Isaak Fränkel (gedr. b. Hartwig ». Müller 19 S.) — bei welcher der Homiletiker die Fassung des Thema's, als die zwei Thcilc schon aussprechend, in Anspruch nehmen würde—, ist am zweiten Sabbathe nach Schabuvth <13. Juni) gehalten, legt 5 M. 9, 1—6 zu Grunde und behandelt den im Thema aufgestellten Gegenstand mit Schärfe. Aeußeres Wohlergehn kann nicht Lohn der Tugend sein, da die Erfahrung dagegen spricht, der Glauben an die göttl. Vorsehung damit streitet (ist uns nicht ganz klar geworden), dieses Wohlergehn ja so leicht auch die T»-

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