Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Frankfurt [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 395 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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395 Nachrichten. 8 Stunden Arbeit des Tages für einen Zögling zu viel sind, so ist doch der Arbeitslohn zu gering angeschlagen, und daher würden auch bei weniger Arbeit die Kosten sich auf nicht viel mehr als 50 fl. belaufen. Wenn sich nun ein solcher Verein bilden würde, so möchten wir uns gerne dazu verstehen, arme Zöglinge aufzunehmen, weirn wir nur für die Kosten entschädigt würden. Darüber wollten wir nun Rechnung führen und dem Verein alljährlich Bericht abstatten, wodurch derselbe dann in Kenntnis; gesetzt würde, wie hoch die Kosten eines jeden Zöglings sich belaufen. Wir glauben nicht, daß man die Beiträge für Arme besser als zu solchen Zwecken verwenden könne, indem man der Armuth auf solch eine gründliche Weise abzuhelfen sucht. „Die Beisteuer, welche von den Regierungen angcordnet und von der Mildthätigkeit gespendet werden, sind immer nur Scheinmittel, so lange sie nicht den Menschen in seiner Kindheit ergreifen, und bei der vorhabenden Volkserziehung scheint man sich Liesen Zweck Vorsitzen zu wollen, die Fähigkeiten eines jeden Individuums zu entwickeln, vermöge welcher es seinen eigenen Bedürfnissen abhclfen nnd nm sich her einen wohlthätigcn Einfluß ausübcn könne. (Rheinbaiern, 6. Za».) In Nhcinbaicrn leben dermale» fast 15,000 Juden; bei der Aufnahme vom 1. Jan. 1834 waren es 14,428, im I. 1813 nur 9,951, — eine sehr bemerkenswerthe Vermehrung von vollen 50 Prvecnten innerhalb 22 Jahren. Die Zahl der Gesammtbevvlkcrung ist nur um 27'/, Proc. gestiegen; sie betrug 1813 — 429,965, am 1. Jan. 1835 dagegen 546,972. (F. I.) (Hamburg, Jan.) Es bedarf wohl kaum der Versicherung, daß auch in unserer Stadt von Manchen das erneute Interesse für die Litteratur im Gebiete der jüdischen Theologie sehr freudig begrüßt wird; aber wir dürfen cs auch wohl sagen, daß wir nicht blvs die stille» Zuschauer sind, sondern daß in unserer Mitte auch manche Hand rüstig mitarbcitet. Unermüdet steht vor Alten Herr I>. Salomon da; es bedarf hier keines llrtheils über ihn als Lehrer und Kanzelredner, aber seiner wieder mit Lebendigkeit anfgenommencn schriftstellerischen Thätigkcit freuen wir «ns von ganzem Herzen. Sei» „Mose, der Mann Gottes" wird