Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Frankfurt [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 391 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Ml Nachr ichte «. beifällig ausgenommen und unterstützt werden würde. Immer bliebe also Herrn Drcyfuß dadurch das große Verdienst, den er. sten Gedanken dazu gefunden und ausgesprochen zu haben. — ES dürfte aber diese Zeitschrift einen schicklichen Centralpunkt für solche edele Zwecke fördernde Vorschläge und Versuche darbictcn und Alles, was zu Verbesserungen führen kann, zu besprechen, und so mochte ich alle Freunde der guten Sache, die in vorliegendem Vorschläge guten Rath wissen, oder noch besser, Hand mit anlegen, ersuchen, sich dieser Zeitschrift*) als Mittels zu bedienen, und eine bestimmtere Erörterung zu veranlassen. Zweck der Anstalt. 3»st. Unsere Anstalt hat zunächst den Zweck, den alle Erziehungsanstalten haben, die gewöhnlich sich durchkreuzende Erziehung von HauS und Schule in eine Einheit zu bringen. Wie das HauS durch das Familienleben alle guten Gefühle nährt und bildet, so soll auch hier durch das Zusammenleben der Zöglinge in brüderlichem Kreise daS Gemüth sich veredeln und stärken. Wie durch die Schule alle Anlagen des Zöglings gleichmäßig entwickelt werden sollen, so soll auch hier durch einen zweckmäßigen Unterricht der Zögling fürs Leben brauchbar und tüchtig gemacht werden, damit er in dem Wirkungskreise, den er sich wählen wird, seine Stelle gut ausfüllc. Noch ein besonderer Zweck der Anstalt ist, Ackerbauer zn bilden. Wenn auch jede besondere Vorbereitung auf irgend ein besonderes Fach der Wissenschaften und Künste oder auf irgend ein bürgerliches Gewerbe nicht Sache der Schule ist, haben wir doch bei der Vorbereitung des Zöglings zum Ackcrbaue keine Einseitigkeit zu befürchten, vielmehr glauben wir dadurch dem Geiste des Zöglings eine vielseitige Richtung zn geben. Die cinsache natürliche Beschäftigung mit dem Landbaue macht ihn gesund, heiter und lebensfroh. Durch die vom nachdcnkenden Verstände und nicht von der herkömmliche» Gewohnheit angegebene Ordnung beim Landbau wird er an Ordnungsliebe und aufmerksames Betrachten der ihn umgebenden Gegestände gewöhnt. Ein naturgemäß gebildeter Mensch wird in allen seinen Lagen lind ») Wir werden gerne eine jede Verhandlung über diesen Gegenstand ausnehmen D N-