Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Schwarzburg-Sondershausen [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 384 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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384 Nachrichten. es licFt in ihrem eignen Interesse, ihre Jugend dev christlichen an Bildung nicht nachstehn zu lassen. Eine solche Vereinigung läßt sie diese» Zweck wohlfeiler, sicherer und schneller erreichen, als cs bei der bisherigen, die gegenseitige Entfremdung und ihre nationalen Vorurtheile und Eigenthümlichkeiten fördernden Trennung der Fall war. <F. I.) ( Z ü r i ch, 16. Der.) In der Landrathssitzung des Kantons Basellandschaft vom 9. Dec. kam wieder ein Niederlassüngsbegchren eines französischen Juden, Namens Maus, zur Sprache. (Paris, 23. Dec.) Bei der Eroberung Mascara's durch die Franzosen bestand die dortige jüd. Bevölkerung aus ungefähr 600 Seelen, die mit den Siegern, nachdem diese die Stadt niedcrgebrannt hatten, nach Mostaganem wegzogen. (F. I.) (Fürsteuthum Birkenseld, 31 Dec.). Bis jetzt suchte man in den meisten unserer Schulen vergebens irgend eine Spur von den großen Fortschritten, die hierin auch unsere Glaubensgenossen mit so rühmlichen Eifer jetzt auszeichnen. Da mußte an gar manchen Orten der Lehrer aus Mangel eines Schullocals der Reihe nach von einem Hause ins andere ziehen mit seiner Schulz seinem Tische und seinem Bette. Aber auch die Lehrer waren oft von der Art, daß sie sich zu ihrem Amte gar nicht qualificirt hatten — nur Oberstem und Sotcr» besaßen geprüfte Lehrer, und der Fall ist vorgekommen, daß man einen verdorbenen Handelsmann, der weder die erforderlichen Kenntnisse, noch irgend einen Berns zum Schulfache hatte, zum Elementar - und Rcligionslehrer angenommen. Nun aber sollen alle diese traurigen Erscheinungen uit einem Male verschwinden, und nur streng geprüfte Lehrer, die in geeigneten Schnllocalen unterrichten, auch unter den Israeliten geduldet werden, und nicht blos im Elementarfache, sondern auch im Religionsfache sollen sie sich bei dem in dieser Beziehung als streng bekannten Landrabbincr Grünbaum einer Prüfung unterziehen. Der Rabbiner soll auch vorzüglich darauf dringen, daß die israelitischen Lehrer musikalische Bildung besitze» und namentlich im Gesänge zu unterrichten im Stande seien. Es soll ihn hiebei vor Allem der Gedanke von der sittlich bildenden Kraft der Musik überhaupt geleitet haben. Allein, irre ich nicht,