Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hildesheim [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 381 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachri ch t e n. 381 firmation jener bereits früher cingeführt war, ist die der Mädchen erst durch den jetzigen Rabbiner eingeführt worden. Durch einen Chor, der ans den Knaben und Mädchen der Schule besteht, werden Psalmen vor und nach jeder Nede l— welche alle vier Wochen in der Synagoge gehalten wird—abgesungen. Auch diese Einrichtung verdankt ihr Entstehn dem jetzigen Rabbiner, der sie ans dem Grunde eingeführt, weil sie, nach seiner Meinung, die Andacht ungemein hebt und auch ganz in unserm Cultus, schon von den ältesten Zeiten her, begründet war. So wird auch der Vorabend des Versöhnungstages durch Predigt und Gesang geweiht. Seit geraumer Zeit werden auch die Psalmen, welche im Sabbathgebcte sich befinden, Vers um Vers von Vorbeter und Gemeinde recitirt. — Zn seinen Anordnungen läßt sich unser Rabb. von der gewiß sehr richtigen Uebcrzcugnng leiten, daß die Schule einen großen Einfluß auf die Synagoge zu üben vermöge, daher erst später, wenn die Schule ihre volle Wirkung geäußert haben und daher die Stufe der Bildung eine ganz andere geworden sein wird, weit leichter Verbesserungen im Gottesdienste cingeführt werden können, indem dann ganz ohne Mühe erreicht werden kann, was jetzt noch schwer zu erkämpfen ist. Daher ist auch für jetzt sein Bestreben hauptsächlich aus die Verbesserung des Schulwesens gerichtet. --Dieser Bericht wird erfreulich bestätigt durch drei gedruckte Predigten, die uns vom Herr» Land- (Bezirks-) rabbiner Bodenheimer vorlicgen. Die erste ist überschnellen: Der Glaube, eine Coufirmationspredigt am Wochenfeste 5594 (1834), und behandelt mih Zugnmdlegung von Ps. 119, V. 111 — 113 die zwei Fragen, welche Würde und Erhabenheit der Glaube umfasse, und gegen welche Verirrungen er zu kämpfen habe. Da nun die Predigt zunächst der Confirmativil geweiht war, so konnte die Fülle dieses umfassenden Gegenstandes nicht einmal angedcntct werden, und die erste Frage wurde in zwei Unterabtheilungen dahin beantwortet, daß der Glauben erhabene, trostreiche Lehren biete — woran sich dann die Prüfling der Confirmanden über den ersten Glaubensartikel (deren der Vfr. wahrscheinlich drei nach Albo aufstcllte) anschloß —, und das Herz veredle, nach dessen kurzer Ausführung